Kamine – das Geheimnis der Gemütlichkeit

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Gönnen Sie sich ein „Meer“ aus Kacheln in Ihrem Zuhause. Die außergewöhnliche Wellen-Optik „Wave“ bringt Bewegung und zugleich Ruhe in Ihren Raum. Schicken Sie Ihre Sinne auf Reise und tauchen Sie ab in die beruhigende Atmosphäre aus Feuer, Wasser und Luft. © AdK www.kachelofenwelt.de

Wenn wir an einen Kamin denken, haben wir oft Bilder von einem knisternden Feuer vor Augen, welches, einmal entfacht, mehrere Stunden vor sich hin lodert und uns bei kalten Temperaturen angenehme Wärme schenkt.

Es gibt ihn heute in vielen Farben, Formen und Materialen mit verschiedenen Funktionsweisen. Besonders durch die Einführung der Gebäudeheizungen trat der funktionelle Aspekt immer mehr in den Hintergrund. Doch die Magie eines Kaminfeuers lässt sich eben durch nichts ersetzen. Das haben auch viele namhafte Hersteller erkannt. Bei diesen haben Sie eine grenzenlose Auswahl an modernsten Feuerstätten, passend für Ihren Bedarf.

Im Folgenden sollen Sie einen Überblick erhalten, welche verschiedenen Arten von Kaminen und Öfen es gibt und worin diese sich unterscheiden. Sie lernen die Vor- und Nachteile kennen und haben am Ende das nötige Grundwissen, bevor Sie sich an den Kaminhersteller Ihrer Wahl wenden.

Zuerst einmal muss gesagt sein, dass die Unterscheidung von Feuerstätten nicht eindeutig definiert ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kamin und Ofen. Das besondere Merkmal eines Kamins ist die offene Feuerstelle, wohingegen der Ofen immer einen geschlossenen Feuerraum mit einer Tür davor aufweist. Zudem wird der Kamin in das Mauerwerk eingearbeitet; ein Ofen ist frei aufstellbar, nur durch ein Ofenrohr mit der Wand verbunden, und kann auch bei einem Umzug transportiert werden.

Beliebte Kamine und Öfen:

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Heizkamin © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Kaminofen

Der Kaminofen (auch Schwedenofen genannt) ist, wie der Name schon sagt, ein Zusammenspiel aus Kamin und Ofen. Er wird allgemein aus Stahlblech oder Gusseisen hergestellt und mit einem Sichtfenster versehen. Als Brennmaterial verwendet man CO2 neutrales Holz. Ein notwendiger Bestandteil des Kaminofens ist der Schornstein, welcher sowohl für die Ableitung der Abgase nach draußen, als auch für den Sog zur weiteren Sauerstoffzufuhr dient.

Ist ein geeigneter Schornstein vorhanden, können Sie ohne Probleme einen Kaminofen in Ihrer Wohnung aufstellen und durch seine Mobilität bei einem Umzug auch transportieren. Dieser gibt dann über mehrere Stunden auf zwei Arten Wärme an seine Umgebung ab, nämlich durch Strahlungswärme und Konvektionswärme. Der Kaminofen ist eine preisgünstige Lösung, bietet bei schneller Wärmeabgabe eine sehr gute Heizleistung und lässt sich leicht montieren und demontieren.

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Kaminofen mit Kachelmantel © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Warmluft-Kachelofen

Der Warmluft-Kachelofen funktioniert nach dem Prinzip der Konvektion. Im Inneren befinden sich ein Heizeinsatz mit einer Brennkammer im vorderen Teil und einem Kasten (Nachheizregister) im hinteren Teil. Dieser Nachheizregister dient dazu, dass die Wärme der Heizgase nicht durch den Schornstein nach draußen verloren geht, sondern direkt absorbiert wird und zur weiteren Nutzung zur Verfügung steht.

Unter der Brennkammer befindet sich eine Öffnung, durch welche die Luft ins Innere strömt und erwärmt wird. Oberhalb in der Kachelschale sind Lüftungsgitter eingebaut, die die warme Luft an den Aufstellraum abgeben, was zu einer gleichmäßig zirkulierten und schnellen Erwärmung des Raumes führt. Auch andere Räume oder das Heizungs- und Brauchwasser können von der, zwischen Kachelummantelung und Heizeinsatz entstandenen, Wärme beheizt werden.

Die dritte Komponente sind die Kacheln selbst. Diese heizen sich auf und sorgen für eine angenehme Strahlungswärme. Der Warmluft-Kachelofen gibt ca. 70 % Konvektionswärme und 30 % Strahlungswärme ab. Somit entpuppt sich der Warmluft-Kachelofen als besonders energieeffiziente und trotzdem noch relativ günstige Feuerstätte. Als Brennmaterial können Sie Holz, Gas, Öl, Kohle oder auch Braunkohle verwenden und sogar die Montage des Ofens ist in kurzer Zeit erledigt. Manche Hersteller bieten Ihnen auch eine Kombination aus Gas- und Holzbefeuerung. Verwenden Sie als Verkleidung Natursteine, statt der beim Warmluft-Kachelofen üblichen Ofenkacheln, spricht man von einem Heizkamin.

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Grundofen © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Grund-Kachelofen

Die technische Bauweise des Grund-Kachelofen ist seit Jahrzehnten unverändert: Der Feuerraum wird aus Schamottesteinen, einem Spezialmaterial aus gebranntem Ton, angefertigt. Die Heizgase werden durch sogenannte keramische Züge geleitet, die den gesamten Ofen durchlaufen und ebenfalls aus Schamotte gemauert sind. Dabei werden die Speichereigenschaften der Schamottesteine optimal genutzt.

Der Ofen muss nur etwa alle 12 Stunden mit mehreren kg (abhängig von der Größe des Feuerraumes) Holz befüllt werden. Dieses lässt man zuerst komplett abbrennen. Danach schließt man die Tür und der Ofen erledigt den Rest von alleine. Die Schamotte nimmt die Wärmeenergie auf, speichert sie und gibt sie über mehrere Stunden in Form von Strahlungswärme ab.

Der Wirkungsgrad eines Grund-Kachelofens liegt bei ca. 90 %. Die milde Strahlungswärme und das konstante Raumklima sind auch ideal für Allergiker. Die Außenverkleidung kann mit größerem Sichtfenster, mit stilvollen Ofenkacheln, aber auch mit minimalistischen Schamottesteinen verkleidet werden.

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Kombi-Kachelofen © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Kombi-Ofen

Mit diesem Ofen werden die Vorteile von Warmluft- und Grund-Kachelofen vereint. Wie beim Warmluft-Kachelofen befindet sich im inneren der Kachelschale ein Heizeinsatz, der die Luft im Hohlraum zwischen Heizeinsatz und Kachelummantelung erwärmt und zirkulieren lässt. Die warme Luft kann durch Lüftungsgitter schnell in den Raum entweichen. Im hinteren Bereich werden jedoch keine metallischen Nachheizregister verwendet, sondern wie beim Grund-Ofen keramische Züge.

Das Heizgas wird durch diese geleitet und heizt sie langsam auf. Die gespeicherte Wärme kann gleichmäßig über längere Zeit als Strahlungswärme an die Umgebung abgegeben werden. Über optionale Warmluftschächte und Lüftungsgitter lässt sich die Wärme individuell auf verschiedene Räume verteilen.

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Offener Kamin © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Offene Kamine

Mit einem offenen Kamin strebt man in erster Linie eine natürliche Wohlfühlatmosphäre an, denn der Wirkungsgrad von offenen Kaminen ist mit ca. 20 % vergleichsweise gering. Die Strahlungswärme wird nur über die Feuerraumöffnung an die Umgebung abgegeben. Trotzdem ist und bleibt er der Klassiker unter den Kaminen. Die geheimnisvolle Atmosphäre des Feuers kommt bei einem offenen Kamin nämlich besonders gut zur Geltung. Die Materialien, aus denen ein offener Kamin bestehen kann, reichen von Lehm über Putz zu Marmor und Granit. In der Regel ist der Feuerraum aus Schamottesteinen gemauert.

Bedenken Sie bei der Nutzung eines offenen Kamins bitte die Vorschriften durch die 1. BImSchV (§4, Absatz 4), dass „Offene Kamine nur gelegentlich betrieben werden dürfen“. Ganz genau wurde hierzu noch keine Nutzungsdauer und -intensität festgelegt. Wenn jedoch die Nachbarn sich häufig über zu starke Geruchsbelästigungen beschweren, sollten Sie dies unbedingt als Warnsignal verstehen.

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Pelletofen © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Pelletofen

Der Unterschied bei einem Pelletofen liegt im Brennmaterial. Dies sind kleine, aus Holzspänen gewonnene Pellets mit einer Größe von ca. 20-50 mm. Weder bei der Lagerung, noch bei der Umfüllung entsteht Schmutz wie bei Kohle und Holzscheiten. Ein Vorratstank im Ofen wird mit den Pellets befüllt und eine automatische Steuereinheit reguliert, mit welcher Menge an Pellets der Ofen versorgt wird. In der Brennmulde werden die Pellets durch einen Zünddraht entflammt und von einem Gebläse mit Frischluft angereichert. Damit wird eine CO2 neutrale Verbrennung fast ohne Ascheabfall erreicht.

Zeitschaltuhren und Temperaturfühler nehmen Ihnen die Arbeit ab. Sie können einstellen, dass der Ofen zu einer bestimmten Zeit, z.B. kurz vor dem Aufstehen, in Betrieb geht und eine angenehme Wärme erzeugt. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, schaltet sich der Ofen automatisch ab und spart Energie. Ein Pelletofen gibt zum größten Teil Strahlungsenergie ab. Er lässt sich mit einer wärmespeichernden Verkleidung aus Kacheln oder Speckstein versehen. Manche Modelle unterstützen mit einer Wassertasche auch die zentrale Heizungsanlage. Nach Belieben lässt sich auch noch eine Solarthermieanlage hinzufügen, um unabhängig von externen Energielieferanten zu sein.

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Bioethanol Kamin © AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

Bioethanol-Kamin

Als Alternative für diejenigen, die keinen Schornstein zur Verfügung haben, kommt der Bioethanol-Kamin zum Einsatz. Diesen können Sie unter Beachtung der üblichen Sicherheitshinweise einfach in Ihrer Wohnung aufstellen. Mit ihm können Sie eine angenehme, warme Atmosphäre erzeugen, als Heizersatz reicht er durch seine geringe Energiedichte aber leider nicht aus. Als Zündmaterial wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenes Bioethanol verwendet. Bei der Verbrennung entsteht ein schwacher Geruch, dafür bleibt es Ruß- und Rauchfrei. Allerdings werden geringe Mengen CO2 freigesetzt, sodass Sie auf ausreichende Belüftung achten müssen. In der Regel reicht hierzu aber ein angekipptes Fenster aus.

 

Sie haben nun die wichtigsten und populärsten Arten von Kaminen und Öfen kennengelernt. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an einen renommierten Kaminhersteller Ihrer Wahl. Dieser berät Sie gerne und unterstützt Sie bei der Planung und beim Einbau des Kamines und auch des Schornsteines, damit Sie sich über viele Jahre an Ihrer Feuerstätte erfreuen können.

EXKLUSIV / Christopher Barz

Strahlungswärme

Strahlungswärme ist Wärme in Form von unsichtbarem Licht. Die Wärmestrahlen bewegen sich durch die Luft bis sie auf einen Gegenstand treffen (z.B. einen menschlichen Körper) und erwärmen ihn „von innen“. Die Umgebung und die Atemluft bleiben dabei relativ kühl. Diese Art von Wärme eignet sich besonders für Räume mit hohen Decken, zugige Häuser und andere Orte, an denen eine schnelle Wärme direkt von der Heizquelle gewünscht wird.

Konvektionswärme

Wird Wärme von der Luft aufgenommen und durch Übertragung oder Verwirbelung an einen anderen Ort gebracht, spricht man von Konvektionswärme. Die Luft ist in diesem Fall der Wärmeträger und wärmt den Raum. Diese Art von Wärme eignet sich besonders gut dort, wo eine warme Luftzirkulation gewünscht wird, so dass auch Stellen erreicht werden, wo die Strahlungswärme beispielsweise von Möbeln abgehalten würde. Allerdings steigt heiße Luft immer auf und neigt dazu, sich direkt unter der Decke zu sammeln.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen freigesetzter Energiemenge und der dem Raum zugeführten Wärmemenge. Weist z.B. eine Anlage einen Wirkungsgrad von 80 % auf und man verbrennt 10 kg Holz mit einer Energiemenge von 40 kWh darin, werden dem Raum 32 kWh an Wärme zugeführt.

Wirkungsgradverluste ergeben sich dadurch, dass das Brennmaterial nicht vollständig verbrannt und die Wärme der Abgase nicht genutzt wird. Es sollte also nur das Minimum an Heizgaswärme zum Betreiben der Anlage durch den Schornstein fließen und die übrige Wärme zum Beheizen des Raumes genutzt werden. Gute Kachelöfen können einen Wirkungsgrad von 80 bis 90 % erreichen, Heizkamine und Kaminöfen liegen bei 40 bis 70 % und offene Kamine hingegen nur bei etwa 10 bis 20% .

Alle Schemazeichnungen: AdK www.kachelofenwelt.de / EXKLUSIV

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