Heimdeko-Trends im Herbst/Winter 2019

Heimdeko-Trends
(Quelle: @VinnyCiro)

Die Sommermonate sind vorbei, die Freibäder geschlossen – die Stunden in den eigenen vier Wänden werden mehr, die Nächte immer länger. Oft kristallieren sich die Dekorationstrends fürs Zuhause erst zur Herbst- und Wintersaison heraus.

Neben dem Trend vieler junger Mieter und Bauherren, möglichst natürliche Dämmmaterialien und Bodenbeläge verbauen zu wollen, steigt die Rate der DIY-Innenausstatter ebenfalls rasant an. Dabei sind es nicht direkt die Baumärkte selbst, die wie bei Renovierungen oder Ausbau an jedem Schritt mitverdienen. Vielmehr suchen sich eifrige Selbermacher alte Möbel und Einrichtungsgegenstände und peppen diese mit Feinschliff und Lacken mächtig auf. Hierbei gibt sich der Deutsche zuversichtlich, was die eigenen Fähigkeiten betrifft – womit die Märkte und zahlreiche Anbieter im Netz zumindest am vorletzten Schritt von diesem Selbstvertrauen profitieren.

Metall, Beton & Holz – moderner Industrial

Wenn es gerade nicht hochwertige Parkettböden oder heimelige Wandpaneele sein sollen, greifen immer mehr Bastelfreudige zu Unikaten aus Metall und Holz.

Gerade im städtischen Raum bleiben immer mehr Wände „nackt“, großflächig werden Beton oder Ziegel eingesetzt, um Räumen und ganzen Wohnungen einen zeitgerechten Stil zu verpassen. Dazu kommen Regale aus Metallrohren und vielen Glasflächen, Türen und Tische sind ebenfalls in dunklen Tönen gehalten um sich von den Bodenbelägen – Harze oder raue, unbehandelte Holzböden – abzusetzen. Da beim Industrial-Look auch viel mit Licht gearbeitet wird, bieten sich Kupfer oder Silber als Farbtöne an, was zum Beispiel bei einer Wanddeko in Silber besonders deutlich wird. Mit den richtigen Farben wirkt eine Wanddekoration noch besser und ergänzt die Farbtemperaturen im Raum auf sinnvolle Art und Weise.

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(Quelle: pixabay)

Steampunk – eine neue Strömung

Nun, vollkommen neu ist Steampunk natürlich nicht, findet er doch durch Film, Fernsehen immer mehr den Weg in die Populärkultur. Dabei profitieren Stilrichtungen wie der Steampunk vor allem durch aufwendige Produktionen vieler Streamingplattformen, die mit viel Computergrafik dafür sorgen, dass man immer öfter in sagenhafte Märchenwelten eintauchen kann. Damit ist auch früher oder später die Lust geweckt, die eine oder andere Wand – oder gar ein Möbelstück – in Unikate zu verwandeln, die zweifellos jedes Mal aufs Neue zum Hingucker und zum Gesprächsthema Nummer 1 bei Gästen werden.

Dabei orientiert sich dieser Stil sehr am 19. Jahrhundert und die prunkvolle Art und Weise, mit der sich einst vermögende Haushalte ihre Häuser einrichten konnten. Ein Holzboden gehört da zum Beispiel schon dazu, am besten in einem dunklen Farbton. Damit kommen nämlich sowohl teure Vorhänge als auch große Sofas und Sessel viel besser zur Geltung.

Steampunk ist ein Traum für alle Heimwerker und DIY-Anhänger. Die Palette an Kuper- oder Goldfarben für Wände und Möbel ist so groß wie noch nie, alte Möbel dieses Stils sind hierzulande noch zuhauf zu finden, und die Fertigkeiten, die man bei ihrer Restaurierung erlernen kann sind nicht nur imposant sondern sparen schon nach dem ersten Mal richtig Geld – womit wiederum die Bereitschaft für weitere Projekte steigt.

Steampunk ist dabei nicht bloß ein Trend, der von jungen Menschen verfolgt und konsequent konsumiert wird, sondern wird inzwischen auch in der Kunst und der Architektur weitergesponnen. Eindrucksvollstes Beispiel hierfür ist sicherlich die Pariser U-Bahn Station „Arts et Métiers“, deren Tunnelwände mit Messing beschlagen sind und so für einen unheimlich authentischen „20.000 Meilen unter dem Meer“ Look sorgen – Bullaugen inklusive!

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