Sag es mit Farbe im Bad

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Volle Farbkraft voraus: Buntheit im Bad in Form von knalligen Kombinationen steht für Optimismus im Leben. Immer mehr Einrichter finden daran Gefallen. © Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

12 Konzepte für Individualität im Bad / Vielfalt bei Materialien und Oberflächen / Dezent, kräftig und poppig / Wohnlichkeit als Priorität / Lifestyle-Bad mit Farbe / Harmonie bei Kontrasten / Bunte Mischung zum „Tag des Bades 2019“

Wer seinen ganz persönlichen Stil bei der Badgestaltung und -einrichtung ausleben will, kann sich über fehlende Alternativen nicht beklagen. Einheits-Weiß war gestern. Stattdessen zeitgemäß: Sag es mit Farbe! In Kombination mit modernen Materialien und Oberflächen sowie kreativen Arrangements wird so Individualität zum Nachmachen leicht gemacht – und am Ende sogar zum dauerhaften Vergnügen. Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) stellt 12 Konzepte vor. Sie alle wurden vom Trendforum „Pop up my Bathroom“ ermittelt.

1 Grau: Modefarbe ohne Verfallsdatum

Grau gilt mittlerweile als das neue Weiß im Badezimmer. Kein Wunder, denn die „Nicht-Farbe“ ist ein wahres Kombi-Talent, das mit seinen zahlreichen Nuancen mit vielen Farbtönen harmoniert. Mehr noch: Sie passt auch gut zu sämtlichen Stilrichtungen von ultramodern bis wohnlich. Die Palette von hellen, kalkigen Tönen bis hin zu kräftigem, etwa mit Blau, Grün oder Braun abgetöntem Grau schafft das stabile Fundament für eine neutrale Badgestaltung. Für frische Kontraste sorgen Accessoires in angesagtem Gold oder Knallfarben.

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© Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

2 Braun: Natürlich und behaglich

Der Wunsch nach mehr Wohnlichkeit im Bad wächst kontinuierlich, und parallel dazu rücken warme Farben, Oberflächen und Materialien in den Fokus. Damit erleben die neuen Brauntöne eine Renaissance. Sie überzeugen mit einer großen Vielfalt und der Kombinierbarkeit mit natürlichen, behaglichen Werkstoffen wie Holz. Badtauglich bzw. wasserfest wird das Ganze dann dank täuschend echter Imitationen u. a. bei bedruckten Duschflächen oder Bodenfliesen.

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Natürlich und behaglich: Braun erlebt eine Renaissance – nicht zuletzt,

weil es dem Bad den gewünscht wohnlichen Stempel aufsetzt. © Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

3 Gold: Optisches Highlight

Den buchstäblichen Hauch von Luxus bringen Gold, aber auch Messing, Platin und Kupfer ins Bad. Bisher überwiegend bei Armaturen und Accessoires vertreten, erfasst der aktuelle „Goldrausch“ nun ebenfalls die Beschichtung von Waschschalen oder edlen Wandtapeten. Bestens zur Geltung kommen diese Blickfänge in Verbindung mit dunklen Grün- und Blautönen oder Schwarz. Doch Vorsicht: Gold sollte nicht zu üppig auftreten, sondern das bleiben, was es ist – ein Highlight.

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Optisches Highlight: Gold bringt Luxus ins Bad und mit Schwarz bestens zur Geltung. Der glänzende Ton sollte jedoch lieber nicht zu üppig auftreten, sondern das bleiben, was er ist – ein Highlight. © Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

4 Schwarz: Cool und individuell

Eine „Un-Farbe“ erobert das moderne Lifestyle-Bad: Machte Schwarz bisher meist als markanter Kontra-Punkt zum allgegenwärtigen Weiß Furore, sorgt es jetzt gleich bei mehreren Komponenten für den edel-eleganten und zugleich coolen Look. Von der Armatur über die Duschabtrennung und das Möbel bis zum Waschtisch reicht inzwischen die Produktpalette.

5 Buntheit: Volle Farbkraft voraus

Intensive Farben wie Rot, Gelb, Grün und Blau sind traditionell besonders bei Kindern beliebt und daher schon länger z. B. in Familienbädern etabliert. Nun ziehen sie in knalligen Kombinationen verstärkt auch ins Lifestyle-Bad ein – quasi als bewusstes Statement gegen triste Aussichten und für mehr Optimismus im Leben.

6 Farbharmonie: Atmosphäre pur

Wer es nicht ganz so poppig mag, setzt auf die Zusammenstellung miteinander harmonierender Farbtöne. Besonders gut gelingt das mit unterschiedlichen Kombinationen. Benachbarte Farben wie Blau und Grün sind dazu ebenso geeignet wie als „kalt“ bzw. „warm“ geltende Farben – also etwa Blau und Violett auf der einen und Orange, Gelb und Rot auf der anderen Seite. Aber auch Kompositionen aus sogenannten „bunten“ und „unbunten“ Farben (wie Blau und Taupe und Grau) bringen Atmosphäre ins Bad. Wichtig bei der Wahl: Bei der „Königsklasse im Interior Design“ gibt ein Ton stets selbigen an. Maximal drei bis vier weitere Farben unterstützen ihn und sorgen so für das harmonische Gesamtbild.

7 Ton-in-Ton: Eintracht trotz Vielfalt

Bäder, deren Farbkonzept auf einem Grundton basiert, müssen nicht zwangsläufig langweilig sein. Im Gegenteil: Bei der Ton-in-Ton-Strategie ist zwar eine Farbe bei der Gestaltung federführend, doch zeigt sie sich durch viele Abstufungen und Nuancen sowie bei unterschiedlichen Materialen überaus flexibel und variabel. Trotz mutiger Farbwahl entsteht eine ruhige und dennoch ausdrucksstarke Ausstrahlung, die speziell kleineren Bädern die nötige Tiefenwirkung verleiht.

8 Grüne Oase: Breite Palette

Die Sehnsucht nach einer natürlichen Umgebung lässt sich im Bad leicht mit Grüntönen und vielen Pflanzen erfüllen. Das Farbspektrum reicht dabei von extravagantem Dunkelgrün für besondere Solitärobjekte als Hingucker bis zu hellem Maigrün für das fröhliche Familienbad. Gute Stimmung garantiert – die durch die Kombination mit großformatigen Mustern oder Fototapeten weiter steigt.

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Breite Palette: Die grüne Oase ist nicht einfach nur grün, sondern garantiert in den unterschiedlichsten Nuancen des Naturtons gute Stimmung. © Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

9 Pastelltöne: Frische-Kick für jeden Tag

Zarte Farben wie Mint, Rosa oder Hellblau wirken freundlich und setzen belebende Akzente im Bad. Häufig sind sie als Außenanstrich im Waschplatz- oder Wannenbereich anzutreffen. Besonders wohnlich wird das Ganze etwa mit einem hellen Holzfußboden. Zusammen mit der Trendfarbe Grau „mogeln“ Pastelltöne sogar mehr Weite in kleine Bäder.

10 Greige: Überall zuhause

Hinter der neuen Wortschöpfung „Greige“ verbirgt sich eine vielseitige und damit universell einsetzbare Mischung aus Grau und Beige, die laut Experten aus dem aktuellen architektonischen Farbkanon kaum noch wegzudenken ist. Der moderne, neutrale Grundton passt zum verspielten Vintage-Look ebenso wie zum minimalistischen Industrial Style. Logische Folge: Durch ihn zieht in jedes Bad Wohnlichkeit ein, und Greige hat das Zeug zum neuen Weiß im Bad.

11 Blau: Badkarriere für Europas Liebling

Von Türkis bis Ultramarin: Blau und seine diversen Varianten erinnern an die Weite des Himmels, signalisieren das Element Wasser und stehen für Entspannung. Freunde der europäischen Lieblingsfarbe Nummer 1 können nun auch bei der Badgestaltung in einer breiten Palette frischer, moderner Blautöne schwelgen. Sie machen an Wänden, auf Fliesen und bei Sanitärobjekten gleichermaßen eine gute Figur. In Verbindung mit Sandtönen rücken sie in die Nähe des trendigen skandinavischen Wohnstils. Luxuriös und extravagant wird es dagegen mit einem tiefsatten, dunklen Blau.

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© Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

12 Weiß: Konstanter Trendsetter

45 % der Deutschen schwören laut einer vom forsa-Institut im VDS-Auftrag realisierten Studie im Bad nach wie vor auf Weiß. Vor allem bei langlebigen Sanitärprodukten wie Waschtischen, Bade- und Duschwannen erfreut sich der für Reinheit und Hygiene stehende, zeitlose und zudem universell kombinierbare Basiston weiter großer Beliebtheit. Zusammen mit farbigen Accessoires, Möbeln und Fliesen sowie einer kontrastreichen Wandgestaltung widerlegt die „Un-Farbe“ eindrucksvoll das Klischee, langweilig zu sein.

Das Fazit von VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann: „Schnelllebige, rein modische Farbtrends haben im Bad auch künftig keine Chance. Diese Prognose beruht schon auf den mit einer Badrenovierung verbundenen hohen Investitionen. Aber mit der klar erkennbaren Entwicklung zum wohnlichen Lifestyle-Raum nimmt der Mut zur Farbe im Bad zweifellos zu – und das ist gut so.“

vds