Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe

Wohnhochhäuser Symbolbild
Wohnhochhäuser Symbolbild © MichaelGaida / Pixabay

Exklusive Wohntürme als clevere Idee für die Hauptstadt

Immer knapper und knapper wird der Wohnraum in Deutschlands Hauptstadt. Die ohnehin enorme Wohnraumnachfrage steigt ständig weiter. Und die innerstädtischen Bauflächen sind gerade in Berlin besonders rar gesät. Wo aber in der Fläche kaum noch Wachstum möglich ist, da wächst Berlin eben in die Höhe, weit über die viele Jahrhunderte gehütete Traufhöhe von 22 Metern hinaus.

Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 27 neue Türme in den Himmel über Berlin wachsen.

Luxuriöse Wohnhochhäuser sind am Alexanderplatz und am Breitscheidplatz, in Steglitz und Friedrichshain geplant. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 27 neue Türme in den Himmel über Berlin wachsen. Die deutsche Hauptstadt folgt dabei einem internationalen Trend: Concierge-Service, großzügige Dachterrassen und eigene Fitness-Center verwandeln normale Eigentumswohnungen in exklusive Serviced-Appartements, die für Bewohner wie Investoren gleichermaßen attraktiv sind.

wohnhochhaeuser-strategis-grandaire-300x199 Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe
GRANDAIRE © Strategis AG

Grandaire – den Alex im Blick

Im Wohnturm des „Grandaire“, gelegen in der Voltairestraße, nahe dem legendären Alexanderplatz, entstehen 164 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Besonders bemerkenswert: die großzügige Dachterrasse bietet für alle Bewohner nicht nur einen atemberaubenden Blick, sie wird durch die Einrichtung einer Kitchenlounge auch zu einem Ort für kulinarische Genüsse. Der hauseigene Fitnessraum ist mit modernen Geräten bestens ausgestattet und im geräumigen Foyer steht rund um die Uhr ein Concierge zur Verfügung. Kinder toben sich auf den Indoor-Spielflächen nach Herzenslust aus.

Neubauprojekt-Hinweisbanner-2017 Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe

wohnhochhaeuser-ziegert-upside-296x300 Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe
UPSIDE BERLIN © Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH

Upside Berlin – Wohnluxus mit vielen Extras

Die Eigentumswohnungen im 86 Meter hohen Wohnturm von „Upside Berlin“ sind außergewöhnliche Rückzugsorte mit viel Wohlfühlatmosphäre. Ihre zeitgemäße und gleichzeitig zeitlose Architektur bildet eine markante Landmarke inmitten eines faszinierenden Areals in Friedrichshain, nahe der Spree. Auf 22 Etagen finden sich hier 179 Eigentumswohnungen mit bis zu 5 Zimmern und 136 Quadratmetern Wohnfläche in hochwertiger Ausstattung, darunter 80 Serviced Appartements. Bei Raumhöhen von über 3 Metern, überwiegendem Wasserblick, der großzügigen Lobby mit Concierge-Service, einer Dachterrasse und einem Dachgarten als Communityspace, bleiben im „Upside Berlin“ keine Wünsche offen.

Neubauprojekt-Hinweisbanner-2017 Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe

ÜBerlin-Tower – prestigeträchtig mit weitem Blick

An der Steglitzer Schloßstraße, einer Pulsader Berlins, entsteht bis zum Jahr 2021 das Prestigeobjekt „ÜBerlin“: 120 Meter hoch, auf 30 Etagen und mit 330 luxuriösen Eigentumswohnungen. Ein atemberaubender Blick über Berlin inklusive. Vor allem Glas, Aluminium und Stahl wurde für das Luxusprojekt vom Architekturbüro Fuchsbauer vorgesehen. Um auch energetisch neue Maßstäbe zu setzen, regelt eine Luftwärmepumpe konstant die Gebäudetemperaturen. Erneuerbarer Strom wird von der internen Photovoltaikanlage geliefert. Ein Angebot aus Geschäften für den täglichen Bedarf, Gesundheit, Büro und Freizeit, wird in den ebenfalls umgestalteten Sockel von „ÜBerlin“ integriert. Dieses Prestigeprojekt ist ein neuer und hochattraktiver Meilenstein bei der Reurbanisierung der deutschen Hauptstadt.

Exklusive Wohntürme – europaweit im Trend

Auch London erlebt derzeit einen neuen Wolkenkratzer-Boom. Allein in den nächsten zehn Jahren sollen 510 neue Hochhäuser in Großbritanniens Hauptstadt entstehen, wie eine aktuelle Untersuchung der Londoner Architektenvereinigung „New London Architecture“ zeigt. Besonders beachtlich: Trotz Brexit sind neue anspruchsvolle Projekte hinzugekommen, denn im Jahr 2016 waren dem London Tall Buildings Report zufolge erst 455 Wolkenkratzer geplant.

Es tut sich viel in Sachen Hochhausneubau in Berlin. Doch wie hoch soll und darf zukünftig an der Spree gebaut werden?

In den vergangenen Jahren boomte der Wohnungsneubau in Deutschland. Jahr für Jahr wurden Zuwachsraten von zehn Prozent und mehr verzeichnet. Doch diese Zeiten scheinen nun vorbei zu sein, wie die jüngste Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt. „Der Neubauboom geht zu Ende“, stellten die DIW-Ökonomen Martin Gornig und Claus Michelsen im Januar 2018 fest. „Bekanntermaßen ist in den gefragten Lagen der großen Städte das Bauland knapp, und die Bauwirtschaft arbeitet an der Grenze ihrer Kapazitäten“, so Michelsen.

wohnhochhaeuser-allmyhomes-ueberlin-276x300 Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe
ÜBERLIN TOWER © allmyhomes GmbH

Berlin –  ganz oben dabei?

Da viele nationale und internationale Interessenten weiterhin Wohnungen in Deutschland, und ganz besonders in Berlin kaufen wollen, müssen neue Wege gefunden werden, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Exklusive Wohntürme sind ein erfolgversprechender Weg. Mehr als 90 Wohnhochhäuser werden derzeit deutschlandweit geplant oder bereits gebaut. Dadurch entstehen voraussichtlich bis zum Jahr 2022 über 18.000 attraktive innerstädtische Wohnungen, prognostiziert eine Studie des Analysehauses Bulwiengesa.

Es tut sich viel in Sachen Hochhausneubau in Berlin. Doch wie hoch soll und darf zukünftig an der Spree gebaut werden? Zum Vergleich: In London misst das höchste Haus 306 Meter und in Frankfurt am Main erreicht der „Commerzbank Tower“ immerhin stolze 260 Meter. In Berlin sind das Bürogebäude „Treptowers“ mit 125 Metern, der Hotelturm „Park Inn“ am Alexanderplatz mit 123 Metern und das Hochhaus am Steglitzer Kreisel, das gerade zum Luxus-Wohnturm „ÜBerlin“ ausgebaut wird, mit 120 Metern die drei höchsten Gebäude. Auf Platz vier folgt mit 118 Metern das 2017 eingeweihte Hochhaus „Upper West“, mit Hotel- und Gewerbenutzung, in der City-West.

Heftig umstritten ist das weitere Höhenwachstum Berlins. Immobilienplaner präsentieren immer wieder neue Entwürfe, deren Traufhöhen weit über 100, teilweise sogar weit über 200 Metern liegen. Nicht zuletzt deshalb sitzt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher an einem Hochhaus-Entwicklungsplan. Dieser soll regeln, wo und in welchen Höhen künftig gebaut werden darf. Im Interview mit der Berliner Morgenpost hat Frau Lüscher im Frühjahr 2018 erklärt, dass ihrer Ansicht nach Höhen zwischen 120 und 150 Metern am besten zu Berlin passen würden.

Wohnträume, die in den Berliner Himmel wachsen

Der „Bahntower“ am Potsdamer Platz leuchtet nachts weithin über die Mitte Berlins. Das „Park Inn“ am Alexanderplatz bildet gemeinsam mit dem Fernsehturm ein Ensemble, das über Deutschland hinaus als Wahrzeichen der Berliner City-Ost bekannt ist. Die „Treptowers“ markieren, zusammen mit der 30 Meter hohen Skulptur „Molecule Man“, das Zusammentreffen der drei Ortsteile Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain an dieser Stelle. Und das Hochhaus am Steglitzer Kreisel ist heute bereits eine Landmarke im Berliner Westen. Nach der Wandlung zum Luxus-Turm „Überlin“ wird seine Bedeutung noch zunehmen.

Bereits heute sind Hochhäuser Orientierungspunkte, wenn nicht sogar Wahrzeichen in vielen Bezirken der Hauptstadt.

Auch wenn Berlin nicht derart durch Hochhäuser geprägt ist wie beispielsweise Frankfurt am Main, so sind sie doch heute bereits Orientierungspunkte, wenn nicht sogar Wahrzeichen in vielen Bezirken der Hauptstadt. Gerade in innerstädtischen Lagen sind Wohntürme eine clevere Lösung, wenn es darum geht neuen Wohnraum zu schaffen. In guter Lage, exklusiv ausgestattet, mit weitem Blick, Dachterrassen, Concierge-Service und vielen weiteren Extras bereichern sie das urbane Leben Berlins. In diesen Türmen realisieren Individualisten ihre Wohnträume. Hier legen Investoren ihr Geld gut an.

Bastian Behrens

Wohnhochhäuser: Berlin wächst in die Höhe
5 (100%) 1

Tags from the story
, ,