Wie wohnen wir in Zukunft?

Editorial_Geschäftsführung Marlen Mueller
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Der Familiensitz als generationenübergreifendes Erbe? Klingt gut! Doch in der Realität werden viele Wohn- und Bürogebäude aus den 70er und 80er Jahren bereits wieder abgerissen. Ineffiziente Grundrisse, schlechte Isolierung, mangelnde Materialqualität und fehlende technische Nachrüstbarkeit sind nur einige der Gründe. Nicht umsonst geht der Staat bei der AfA von einem Lebenszyklus von nur 50 Jahren aus. Dabei beweisen mittelalterliche Stadtkerne und lebendige Gründerzeitquartiere, dass es auch anders geht: Mittels einer guten Bauqualität durch hochwertige Materialien und eine zukunftssichere Lage. Zudem raten wir, auf möglichst flexible Grundrisse und die technische Nachrüstbarkeit zu achten, denn angesichts der rasanten Digitalisierung und der Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz werden Häuser in Zukunft viel mehr sein als nur ein Schlafplatz im Trockenen.

Als Immobilienvermarkter setzen wir daher nicht nur im Vertrieb auf Digitalisierung, sondern stehen Projektentwicklern bereits in der Planungsphase mit unserem Know-how zur Seite. Neben effizienten und „smarten“ Heizungssystemen, die sich an das Bewohnerverhalten anpassen, sind bereits heute Technologien wie der schlüssellose Hauszugang oder die intelligent gesteuerten Rollläden in die Planung integrierbar. Auch die drahtlose technische Überwachung kann heute leicht implementiert werden, was auf Dauer Kosten und Ausfallzeiten reduziert. Ein wichtiger Faktor bleibt auch in „digitalen Zeiten“ die Lage. Ein positives soziales und wirtschaftliches Umfeld bedeutet fast zwangsläufig steigende Immobilienwerte und eine langfristig gesicherte Vermietbarkeit. Unsere Mitarbeiter werten daher laufend Zahlen und Fakten aus, um aufkommende Lagen zu identifizieren, die für eine Extra-Rendite sorgen können.

Und nicht zuletzt gilt es, bauliche Trends frühzeitig zu erkennen. So setzen Familien heute nicht mehr unbedingt auf die 200-Quadratmeter-Villa in der Vorstadt, sondern entscheiden sich häufig für die Vier-Zimmer-Wohnung mit 90 qm in der Innenstadt und mieten dann den Kleingarten dazu. So bleiben trotz gestiegener Preise die Wohnkosten im Griff – und geringere Bewirtschaftungskosten lassen mehr Spielraum für Miete oder Tilgung.

Caren Rothmann & David Borck

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