Sanieren ist das neue Bauen

Helmut Roling (links) und Dr. Matthias Lenhardt (rechts, Wohnpark Teupitzer Höhe GmbH
Helmut Roling (links) und Dr. Matthias Lenhardt (rechts, Wohnpark Teupitzer Höhe GmbH © Stefan Becker

Die Preise für Neubauten eilen von Rekord zu Rekord. Wann sich der Markt wieder beruhigt, ist offen. Die Grundprobleme bleiben erhalten: Zu wenige Mitarbeiter, zu wenig Material. Dazu kommen die gestiegenen Zinsen, die sowohl für uns Projektentwickler als auch für kreditfinanzierte Erwerber zu deutlich höheren Nebenkosten führen. Dabei rechnen die Experten weiterhin mit einer steigenden Einwohnerzahl und mehr Single-Haushalten, sodass der Wohnungsmarkt gerade in Städten wie Berlin weiterhin angespannt bleibt. Parallel dazu sorgen gesetzliche Vorgaben – allen voran der Klimaschutz – für immer teurere Neubauten, die mittlerweile spürbar am Markt vorbeigehen.

Um in Zukunft dennoch Nachfrage und Eigentum unter einen Hut zu bringen, sind zahlreiche Maßnahmen nötig. Denn auf sinkende Zinsen und fremdfinanzierten Klimaschutz zu setzen, wird nicht ausreichen. Entsprechend müssen wir als Branche Modelle entwickeln, die trotz der hohen Finanzierungs- und Baukosten auch klimaschonend sind. Hilfreich sind etwa Solarenergieanlagen und Geothermie-Heizungen, aber auch vernünftige Grundrisse und der Einsatz regionaler Materialien können einen Beitrag dazu leisten. Viele Experten rechnen zudem mit Vorteilen durch die Verwendung von Fertigteilen.

Großes Potenzial steckt auch in der Sanierung von Bestandsgebäuden – gerade unter den aktuell veränderten Rahmenbedingungen. Aufgrund rückläufiger Neubautätigkeit und anhaltender Nachfrage nach Wohneigentum rücken Bestandsimmobilien wieder stärker in den Fokus. Ebenso unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist die Sanierung dem Neubau vorzuziehen. Die Stichworte sind hier „graue Energie“ und effizienter Ressourceneinsatz. Über 50 Prozent der Abfälle in Deutschland stammen aus dem Bausektor und die in Deutschland geförderten mineralischen Rohstoffe werden nahezu komplett in der Bauindustrie verwendet. Da lohnt sich der planerische Aufwand, den eine Bestandssanierung mit sich bringt, doppelt.

Mit meinem Geschäftspartner Helmut Roling habe ich gute Erfahrungen bei der Sanierung von 240 Plattenbauwohnungen in Brück gesammelt. Trotz aufwendiger Kernsanierung hätten wir zu diesen Kosten nicht neu bauen können. Unser nächstes Projekt ist jetzt das Denkmal-Ensemble der ehemaligen Landesheilanstalt in Teupitz. Dort werden wir unter anderem 18 Bestandsgebäude sanieren und auf eine CO2-neutrale Energieversorgung umstellen. Das schafft langfristige Energiesicherheit, schont die Umwelt und die Bewohner profitieren von niedrigen Nebenkosten.

Ihr Dr. Matthias Lenhardt

Wohnpark Teupitzer Höhe GmbH

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