Mit dem Berliner Mietspiegel hat die Hauptstadt jetzt einen funktionierenden Mietendeckel

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© Ralf Kleemann
  • BFW Landesverband Berlin/Brandenburg erkennt den Mietspiegel 2019 an, weil er den Berliner Mietwohnungsmarkt nah an der Wirklichkeit abbildet 
  • Fairer Interessenausgleich für Mieter und Vermieter
  • BFW Landesverband sieht angesichts der geringen Mietentwicklung im Mietspiegel keinerlei Notwendigkeit für einen zusätzlichen Mietendeckel in Berlin 

„Mit dem Berliner Mietspiegel 2019 hat die Hauptstadt einen funktionierenden Mietendeckel. Er ist fair für alle. Wir benötigen daher keine politischen Debatten über die Einführung eines Mietendeckels oder die Enteignung von Wohnungsunternehmen. Vielmehr muss der Berliner Senat jetzt mit höchster Dringlichkeit die Rahmenbedingungen für eine deutliche Ausweitung des Wohnungsneubaus schaffen, um den Anforderungen der wachsenden Stadt zu genügen und Angebot und Nachfrage noch besser auszubalancieren. Enteignungen oder Mietendeckel dagegen schaffen keine einzige neue Wohnung, weder für die Berliner, noch für diejenigen, die nach Berlin ziehen wollen“, sagt Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg e.V.

Der Mietspiegel 2019 wurde vom Berliner Senat veröffentlicht. Demnach liegt die Miete in der Hauptstadt bei durchschnittlich 6,72 Euro nettokalt pro Quadratmeter und Monat. Das entspricht einem Mietanstieg in den vergangenen zwei Jahren von 33 Cent je Quadratmeter beziehungsweise von jährlich 2,5 Prozent gegenüber dem Mietspiegel von 2017. Das ist ein moderater Wert, der nur wenig über der allgemeinen Preissteigerungsrate von 2 Prozent im vergangenen Jahr liegt. Nach Einschätzung des BFW kann von dem aktuell lautstark verkündeten Mietenwahnsinn insofern keine Rede sein.

„Nicht zuletzt deshalb haben wir den Mietspiegel diesmal mitgetragen und unterzeichnet. Ich bin überzeugt, dass dieser Mietspiegel seiner Aufgabe einer Befriedung auf dem Mietwohnungsmarkt entsprechen wird. Er ist ein gutes Instrument, um für den Ausgleich der Interessen zwischen Mietern und Vermietern zu sorgen“, sagt Geschäftsführerin Susanne Klabe.

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Quelle: BfW

Der Mietspiegel ist durch die Einbeziehung von Neuvermietungs- und Bestandsmieten weitaus dichter am Leben als die häufig kolportierten hohen Angebotsmieten. Immerhin spiegelt er die Mieten für rund 1,4 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt weitgehend wirklichkeitsnah wider. Im Gegensatz dazu stützt sich zum Beispiel die durchschnittliche Angebotsmiete 2018 von 10,32 Euro pro Quadratmeter im IBB-Wohnungsmarktbericht nur auf 52.000 Wohnungsangebote, das heißt 3,7 Prozent des mietspiegelrelevanten Bestandes.

Der BFW betont, dass der Mietspiegel das Ergebnis einer umfangreichen Neuerarbeitung ist. Insbesondere die Wohnlage wurde komplett überarbeitet. Dabei wurde knapp ein Viertel des Wohnungsbestandes anders eingestuft. Die Bewertung ist damit nicht mehr lediglich eine Fortschreibung der Ausgangsdaten von 1989. Sie basiert seit diesem Jahr auf objektiven, öffentlich zugänglichen und nachprüfbaren Daten wie dem differenzierten Bodenrichtwert, dem Sozialindex des Gebiets sowie der Nahversorgung und der Verkehrsanbindung. Subjektive Merkmale wie der bauliche und gestalterische Zustand der Fassaden und Straßen werden bei der Bewertung dagegen nicht mehr berücksichtigt.

„Der BFW hat aktiv an der neuen Methodik und am entsprechenden Kriterienkatalog mitgearbeitet. Wir haben jetzt eine einheitliche Systematik für die gesamte Stadt. Angesichts der geringen und sehr moderaten Mietentwicklung, die jetzt durch den neuen Mietspiegel dokumentiert und festgeschrieben ist, besteht objektiv keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Mietendeckel in Berlin“, sagt Susanne Klabe abschließend.

BFW Landesverband Berlin/Brandenburg e. V.

Mit dem Berliner Mietspiegel hat die Hauptstadt jetzt einen funktionierenden Mietendeckel
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