Mietentwicklung in Berlin: Ist Wohnraum noch bezahlbar?

Berlin Wohnraum
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In keiner anderen Stadt steigen die Mieten zurzeit schneller als in Berlin. Der prozentuale Anteil an Wohneigentum ist gerade in der deutschen Hauptstadt auffallend gering. Hier treffen zwei Faktoren aufeinander, die zu Spannungen in der Mietpreisdiskussion führen. Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt besitzen 70 % der Menschen das Haus, in dem sie leben; innerhalb Deutschlands liegt die Quote bei circa 45%, Berlin erreicht den Tiefstwert mit gerade mal 15 %. Wohnraum ist seit Jahren ein Brennpunktthema in der Stadt. Trotz Mietendeckelung im Frühjahr 2020 ist noch nicht klar, wohin die Reise geht. Da die Zahl der Neubauten nicht im gleichen Umfang wächst wie die Zahl der Einwohner, klafft die Schere weiter auf.

Das Abgeordnetenhaus hat im Februar 2020 das Gesetz zur Einführung eines Mietendeckels beschlossen und damit ein Verbot überhöhter Mieten verabschiedet. Inwieweit diese Maßnahme zur Entspannung der Mietsituation führt, bleibt abzuwarten. Wie wohnen die Berliner/innen zurzeit und lassen sich aus dieser Erhebung Rückschlüsse und Handlungsbedarf ablesen? In den letzten Jahren liegt das Bevölkerungswachstum bei circa 5 %, im Berliner Umland steigt die Zahl sogar etwas stärker an. Berlin ist ein attraktiver Wohnort für junge Menschen: Viele Studierende, junge Familien und aufstrebende Berufstätige zieht es in die lebendige Stadt. Ein Start-up gründen, digitales Neuland betreten oder einfach am Puls der Zeit sein: Berlin ist mehr als eine Reise wert.

Im Vergleich des Wohnraums nach Wohnungsgröße scheint eine mittlere Wohnung die beste Wahl zu sein, denn auf den Quadratmeterpreis bezogen sind die kleinsten Wohnungen die teuersten, dann folgen die größten. Die einzelnen Wohnbezirke verzeichnen erhebliche Unterschiede. Wird die Größe der Wohnungen betrachtet, fällt auf, dass alleinerziehende Eltern mit ihren Kindern häufig in besonders kleinen Wohnungen leben. Die größeren Wohnungen werden oftmals von älteren Mietern bewohnt. Vergleichende Werte von Ein-, Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen hat onlinecasinosdeutschland.com aktuell analysiert. Während Berlin im Schnitt der Wohnungsgrößen auf dem fünften Platz liegt, fällt der unterdurchschnittliche Quadratmeterpreis bei Einzimmer-Wohnungen ins Auge.

Über den Vorteil des vergleichsweise niedrigen Quadratmeterpreises hinaus, kann eine kleine Wohnung je nach Lage und Einrichtung auch in anderer Hinsicht eine gute Wahl sein. Sind Wohn- und Schlafzimmer, Bad und Küche funktional und kompakt geplant, steht dem Wohlfühl-Ambiente nichts im Wege. Wer ein Faible für Gemütlichkeit hat und allein oder zu zweit wohnt, der kann die Wohnung mit einem Raumplaner gezielt einrichten und so die Vorteile nutzen. Insbesondere um erst einmal in Berlin Fuß zu fassen oder sich erst sicher zu werden, ob ein Leben in der Großstadt das Richtige ist, aber auch für Singles und Studenten ist eine kleine Wohnung optimal. Helle Farben, Ordnungsliebe und multi-funktionale Möbel lassen die Mini-Wohnung gleich viel geräumiger erscheinen.

Familien oder Paare, die mehr Raum zur Entfaltung möchten, könnten im Berliner Umland gut aufgehoben sein. Wem es in der Hauptstadt zu eng wird, der findet im Speckgürtel um Berlin herum viele Möglichkeiten. Sowohl für Mieter als auch Bauherren lohnt der Blick über die Stadtgrenze. Dabei gilt: Je weiter weg, desto günstiger sind die Mieten. Die Anbindung an Bus und Bahn, die Taktung der Fahrtzeiten sowie das kulturelle Angebot der neuen Wohnung könnte viele abschrecken, doch der Trend zum Wohnen außerhalb der Stadt setzt sich, nicht zuletzt bedingt durch die steigenden Mieten, weiter fort.

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