Kreativ planen und die Projektentwicklung weiterdenken

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Christian Neumann, Geschäftsführer VERIMAG Vertriebs- und Marketingges. mbH © Lässig

Über die letzten Jahre hinweg konnte kaum so schnell gebaut werden, wie die Wohnungen verkauft wurden! Die Immobilien-Nachfrage ist immer noch enorm. Ein Trend, der sich überall in den deutschen Metropolen samt Umland abzeichnete. „Hauptsache Großstadt!“, lautete das Motto der Erwerber. Folglich legt der Immobilienmarkt der Metropolregionen auf breiter Front weiter zu.

Getrieben von der hohen Nachfrage sind Entwickler mehr denn je auf der Suche nach passenden Grundstücken. Doch genau das ist die Krux, denn natürlich schwinden die Bauflächen gerade innerstädtisch rapide, Wohnräume werden zunehmend verdichtet und auf weniger Raum leben immer mehr Menschen. Die Innenstadt ist und bleibt aber aufgrund der guten Infrastruktur für viele die bevorzugte Wohnlage – aber was, wenn man diese Urbanität auch am grünen Stadtrand finden könnte? Genau deshalb sollte der Fokus nicht mehr nur auf Einzelprojekten liegen, sondern auch auf der Entwicklung komplexer Quartiere. Immer wichtiger ist dabei die Quartiersentwicklung für weniger zentrale Gebiete außerhalb der eng bebauten Innenstadt, in der Nähe der großen Achsen des privaten und öffentlichen Verkehrs.

Wie in zahlreichen Projekten mit unseren Kunden bereits realisiert, funktioniert das Konzept auch dort sehr gut, wenn man die Projektentwicklung weiterdenkt und keine monotonen Schlafstädte und Straßenzüge erschafft, in denen man sein Zuhause nur an der Hausnummer erkennt. Schließlich lieben viele Menschen kleine Siedlungen mit individuell gestalteten Häusern, gepflegten Straßen und einer guten Infrastruktur, die idealerweise gleich mitgeplant wird. Abwechslungsreich gestaltete Gebäude mit einem Nutzungsmix aus altersgerechtem Wohnen, Kindergarten, mit Reihen- und Doppelhäusern sowie Wohnungen und vielleicht sogar kleinen Läden. So entstehen Quartiere, die aus sich selbst heraus leben und Urbanität auch an Orte tragen, die dafür bislang nicht bekannt waren. Und ein gutes Konzept und ein intaktes Umfeld beeinflusst bekanntlich neben der Nachfrage auch die Preise positiv.

Die gute Nachricht: Sie können also auch beim Lesen dieser Ausgabe völlig beruhigt sein – Immobilien bleiben gefragt. Die schlechte: Die Immobilienbranche muss sich vielleicht zukünftig mehr Gedanken über die Qualität der Projektentwicklungen und deren Vermarktung machen. Dann bleibt alles gut.

Christian Neumann

Geschäftsführer VERIMAG Vertriebs- und Marketingges. mbH

Kreativ planen und die Projektentwicklung weiterdenken
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