Immobilienpreise: Das sind Berlins teuerste und günstigste Viertel

Berlin
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Seit langer Zeit scheint die Kurve der Immobilienpreise nur noch eine Richtung zu kennen: nach oben. Das hängt nicht nur mit der steigenden Nachfrage zusammen, sondern auch mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld. Immobilien gelten als lukrative Form der Kapitalanlage. Besonders stark bemerkbar macht sich das in Ballungsräumen: Wer ein Haus erwerben möchte, zahlt in Großstädten wie Berlin mehr denn je.

Der Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt blieb auch 2020 ungebrochen – selbst die Corona-Pandemie konnte dem kontinuierlichen Preisanstieg nichts anhaben. Zu den strukturellen Preistreibern zählen demographische Entwicklungen (z. B. Zuwanderung) und die Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Die historisch tiefen Zinsen begünstigen nicht nur die Aufnahme von Krediten, sondern lassen Immobilien verglichen mit anderen Anlageformen besonders attraktiv erscheinen. In den großen Städten kommt der Trend zur Urbanisierung als verschärfender Faktor hinzu. Dies zeigt sich am Beispiel von Berlin. Wie diese Kaufpreiskarte zeigt, wurden die Wohnungs- und Hauspreise in Berlin teurer.

Das sind die teuersten Viertel Berlins

Die Anziehungskraft Berlins als Trendmetropole ist ungebrochen. Bisher galt Berlin als Großstadt mit moderaten Kaufpreisen für Immobilien. Einem Jahresvergleich von immowelt zufolge stiegen die Preise für Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser im Corona-Jahr 2019/2020 um 10 Prozent an. Das ergibt einen Median-Kaufpreis von knapp einer halben Million Euro. Unter den untersuchten Großstädten rangiert Berlin zwar noch im Mittelfeld, allerdings ist ein Ende des Zuwachses nicht abzusehen. Doch nicht in allen Vierteln ist mit derart hohen Preisen zu rechnen. Wir stellen Berlins teuerste und günstigste Stadtteile vor.

Folgende Stadtteile befinden sich am oberen Ende der Berliner Preisskala für Häuser zum Kauf:

  • Dahlem gehört zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf und liegt im Südwesten Berlins. Das Ortsbild wird von zahlreichen Villen und Grünflächen geprägt. Der durchschnittliche Hauspreis beträgt 9.996 EUR/m².
  • Grunewald, benannt nach dem gleichnamigen Waldgebiet, zählt zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und beherbergt zahlreiche Berliner Nobeladressen. Durchschnittspreis: 8.960 EUR/m².
  • Frohnau ist ein Ortsteil von Reinickendorf am Nordwestrand Berlins und wurde ursprünglich als “Gartenstadt” angelegt, was sein von Bäumen und Teichen geprägtes Erscheinungsbild erklärt. Durchschnittspreis: 6.287 EUR/m².

Berlins günstige Pflaster

Berlin ist längst nicht überall so teuer wie in Dahlem, Grunewald oder Frohnau. In diesen Stadtvierteln ist der Hauskauf noch erschwinglich:

  • Müggelheim im Bezirk Treptow-Köpenick zeichnet sich als ehemaliges landwirtschaftliches Siedlungsgebiet durch seine dörfliche Atmosphäre aus. Durchschnittspreis: 3.885 EUR/m².
  • Falkenberg (Bezirk Lichtenberg) liegt im Nordosten Berlins und umfasst unter anderem das Naturschutzgebiet Falkenberger Rieselfelder sowie den barocken Gutspark Falkenberg. Durchschnittspreis: 4.190 EUR/m².
  • Adlershof (Bezirk Treptow-Köpenick) beherbergt einen ausgedehnten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort (WISTA) und ist somit zunehmend studentisch geprägt. Durchschnittspreis: 4.225 EUR/m².

Fazit

Wie in fast allen Ballungsräumen macht der Aufwärtstrend der Immobilienpreise auch vor Berlin nicht Halt, wenngleich die Bundeshauptstadt nicht zu den teuersten Wohnorten Deutschlands zählt. Neben exklusiven Nobelvierteln finden sich dort auch erschwingliche Gegenden mit hoher Lebensqualität.