Immobilieninvestition für Firmen

Immobilien Investition Unternehmen
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Der Immobilien- und Wohnungsmarkt boomt ungebrochen. Sowohl Gewerbe als auch Wohnimmobilien werden immer gefragter. Da der Markt in diesem Bereich knapp ist und Immobilien nicht einfach “nachproduziert” werden können, haben die Preise das Potenzial, langfristig zu steigen. Mit den Preisen steigt natürlich auch der Wert. Investitionen in eine Immobilie sind daher für Privatanleger sehr interessant. Jedoch bieten sich in diesem Bullenmarkt auch einige Möglichkeiten für neue Unternehmer an. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe genauer zu beleuchten und die Situation ein wenig auszuwerten.

Gründung einer juristischen Person

Wer professionell mit Immobilieninvestments arbeiten und sein Einkommen aus neu gekauften Werten ziehen möchte, ist mit der Gründung einer Kapitalgesellschaft gut beraten. Das hat den Hintergrund, dass Investments in hohem Maße immer ein gewisses Risiko beherbergen. Vor allem dann, wenn die gekauften Immobilien vermietet werden sollen. Wer dabei auf eigene Rechnung kauft und vermietet, muss mit seinem Privatvermögen für Reparaturen und sonstige Ausgaben aufkommen. Eine Versicherung schützt hier zwar, deckt allerdings nicht alle Eventualitäten ab. In Deutschland kann man seit einigen Jahren relativ einfach eine kleine Kapitalgesellschaft in Form einer Unternehmergesellschaft (UG) gründen. Diese ist eine kleine Version der GmbH, mit dem Unterschied, dass theoretisch nur ein Euro an Stammkapital eingezahlt werden muss. Zum Gründen einer UG muss ein Konto hinterlegt werden, das dieselbe Funktion wie das bei einer GmbH erfüllt. Gerade Neobanken im Netz bieten gute Angebote zum Thema Geschäftskonto UG an. Eine Internetrecherche bietet sich daher in jedem Fall an.

Langfristige Bilanzposten

Auch für bestehende Unternehmen bietet sich eine Investition in eine Immobilie an. Schließlich muss die Vermietung nicht das Hauptgeschäft (Zweck) des Unternehmens sein. Eine Immobilie kann auch hervorragend für ein Nebeneinkommen sorgen. Dieses Einkommen ist stetig und kann in die Umsatzerwartungen mit großer Sicherheit aufgenommen werden. Diese Sicherheit kann nur bei einem Mieterwechsel oder einer starken Krise erschüttert werden. Hinzu kommt auch, dass eine feste Immobilie ein starker Posten in der Bilanz eines Unternehmens ist. Diese kann stets zur Aufwertung der Ergebnisse und der Bilanzpositionen genutzt werden. Das ist vor allem dann nicht zu verachten, wenn die eigene Immobilie auch von dem Unternehmen selbst genutzt wird. Hier wird es letztendlich einfacher, der Stadtverwaltung oder dem Finanzamt zu erklären, wie die Immobiliennutzung mit dem Geschäftszweck übereinstimmt, sollte das Unternehmen nicht auf die Immobilienvermietung spezialisiert sein. Eine Immobilieninvestition ist hierbei natürlich auch für junge Unternehmen relevant, um ihre Position zu festigen und auch kreditwürdiger zu werden.

Diese Risiken können Sie erwarten

Bei der Euphorie um das Immobiliengeschäft darf man natürlich nicht die Risiken unbeachtet lassen, die sich gegebenenfalls entwickeln. Zum einen ist der Wert der Immobilie einigen Schwankungen unterworfen, was sich tatsächlich auch negativ auf die Bilanz eines Unternehmens auswirken kann.
Ein weiterer Punkt sind, die regelmäßig erneuerten Gesetze in allen Bereichen, die die Vermietung von Häusern erschweren. Hierbei geht es zum Teil um Umweltauflagen oder neue, für den Vermieter nachteilige, Bestimmungen zum Mieterschutz.
Besonders interessant kann es werden, wenn man sich Häuser kauft, die unter Denkmalschutz stehen. Als Inhaber hat man die Pflicht, die Häuser unter konkreten Voraussetzungen zu pflegen. Auf der anderen Seite ergeben sich hierbei aber auch positive steuerliche Nebeneffekte.