GASAG-Gruppe mit gutem Geschäftsjahr 2017

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v.l.: Rainer Knauber (Leiter Konzernkommunikation und -marketing), Dr. Gerhard Holtmeier (Vorstandsvorsitzender), Michael Kamsteeg (Vorstandsmitglied – Finzanzen) und Matthias Trunk (Vorstandsmitglied – Handel, Vertrieb und Erneuerbare Energien) © EXKLUSIV

Nach gutem Geschäftsjahr: GASAG-Gruppe will der Energiewende mit 400 Mio. EUR Investitionen einen Schub geben

Die GASAG-Gruppe konnte im Jahr 2017 ihren erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortsetzen. Erneut wuchs der Kundenstamm, die Energiedienstleistungen wurden am Markt neu aufgestellt und die Eigenkapitalbasis konnte deutlich gestärkt werden. „Damit haben wir einen soliden Spielraum für Investitionen und weiteres Wachstum. In den kommenden drei Jahren will die GASAG-Gruppe etwa 400 Millionen Euro in Energienetze und neues Geschäft investieren und damit der Energiewende in der Hauptstadtregion einen Schub geben“, so Dr. Gerhard Holtmeier, seit 1. April neuer Vorstandsvorsitzender der GASAG. Noch in diesem Jahr soll die Strategie der Unternehmensgruppe überprüft und weiterentwickelt werden. „Die Energiewende bedeutet mehr Dezentralität, mehr Dekarbonisierung und mehr Digitalisierung. Diesen Maßstab werden wir konsequent an unsere Planungen für die nächsten Jahre anlegen“, erklärte Gerhard Holtmeier.

In 2017 hat die GASAG-Gruppe bei stabilem Umsatz (1,1 Mrd. EUR nach 1,2 Mrd. EUR in 2016) einen leicht gesunkenen Gasabsatz (18,5 THW nach 19,2 TWH in 2016) und einen nahezu verdoppelten Stromabsatz (1.036 GWH nach 549 GWH in 2016) zu verzeichnen. Vor Sonderabschreibungen im Zuge der Stilllegung des Berliner Erdgasspeichers wurde in 2017 ein EBIT von 155 Mio. EUR erzielt. Nach den Sonderabschreibungen beträgt das EBIT 82 Mio. EUR (2016: 117 Mio. EUR). Das Eigenkapital stieg 2017 um 35 Mio. EUR, zugleich sank die langfristige Verschuldung um 88 Mio. EUR. Finanzvorstand Michael Kamsteeg: „Wir haben ein gutes Geschäftsjahr genutzt, um bilanzielle Risiken zu verarbeiten und die GASAG-Gruppe noch stabiler für ein werthaltiges Wachstum aufzustellen.“

Im Vertriebsgeschäft entwickelte sich die Kundengewinnung vor allem für GASAG-Ökostrom weiterhin dynamisch: Ende 2017 waren 183.000 Stromkunden in der Belieferung, bis Ende dieses Jahres sollen es bereits 240.000 sein. Auch Großkunden konnten zuletzt gewonnen werden, beispielsweise das Wohnungsunternehmen Berlinovo mit 1.155 Abnahmestellen. Ein leichtes Wachstum konnte auch bei den Gaskunden erzielt werden. Vertriebsvorstand Matthias Trunk: „Gegen den Branchentrend haben wir mit guten Angeboten und einer starken Markte 2017 unsere Kundenbasis weiter gestärkt.“

Die Bündelung der Energiedienstleistungen innerhalb der GASAG-Gruppe war 2017 ein wesentlicher Schritt nach vorne. Das um sechs Prozent gewachsene Projektvolumen zeigt, dass die GASAG Solution Plus GmbH – bundesweit unter den TOP-10-Anbietern für kommunale und privatwirtschaftliche Projekte – auf einem sehr guten Weg ist. Gerade für die Energiewende in Quartieren bietet die GASAG Solution Plus Lösungen zu marktgerechten Preisen mit einem Mix aus effizienten und energieträgeroffenen Technologien.

Ihre Position in der Erzeugung von Ökostrom hat die GASAG-Gruppe im letzten Jahr ausgebaut. 2017 wurden in Brandenburg vier große Solaranlagen mit rund 26 MW elektrischer Leistung installiert. Für 2018 sind zwei weitere Anlagen mit rund 10 MW geplant. Für die 36 MW investiert die GASAG insgesamt über 23 Mio. EUR. 2018 werden dann insgesamt ca. 35.000 MWh Solarstromproduziert. Dies ergibt eine Einsparung von rund 18.500 Tonnen CO2.

Eines der wichtigsten Handlungsfelder für die GASAG ist laut Dr. Gerhard Holtmeier der Wärme- und Mobilitätsbereich in der Hauptstadtregion: „Die Energiewende wird entweder in den großen Städten stattfinden oder überhaupt nicht.“ Alleine in Berlin seien 70.000 alte Ölheizungen, die schnell ausgetauscht werden müssten. Und im Mobilitätsbereich könnten mit der vorhandenen Infrastruktur sofort 10.000 Erdgasfahrzeuge auf die Straße gebracht werden. In diesen Handlungsfeldern will die GASAG-Gruppe Behörden und Kunden attraktive Angebote machen und dabei auch mit Modellprojekten in Vorleistung gehen, kündigte Holtmeier an.

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