Architektur live erleben

Tag der Architektur Motiv 2018

Tag der Architektur am 23. und 24. Juni 2018 in Berlin

Die Architektenkammer Berlin lädt am 23. und 24. Juni 2018 dazu ein, zeitgenössische Baukultur in der Hauptstadt zu entdecken. Der Tag der Architektur ist einer der Höhepunkte des MakeCity-Festivals in der Stadt. Zu den mehr als 130 Führungen in 70 Objekten kommen in diesem Jahr Stadtspaziergänge, Radtouren und Baustellenbesuche hinzu.

Am letzten Juniwochenende erläutern Berlins Architekturschaffende ihre Arbeiten – bei Führungen vor Ort in den unterschiedlichen Objekten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Zu entdecken gibt es vielfältige Projekte aus Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur. Viele Architektinnen und Architekten öffnen zudem ihr Büro – mit Vorträgen, Ausstellungen, Festen und Gesprächen. Der Tag der Architektur ist jedes Jahr eine ideale Gelegenheit, um sich vor Ort ein Bild vom Stand der Baukunst zu machen und sich mit Fachleuten auszutauschen. Der  Eintritt ist frei. Zu den meisten Terminen ist keine Anmeldung erforderlich.

Viele Wohnprojekte sind mit am Start

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Shared Living
© SEHW / Foto: Philipp Obkircher
Projekt: Shared Living in Berlin

Architekt: SEHW Architektur GmbH
Bauherr: keine Angabe
Fertigstellung: 2017

Der kompakte fünfgeschossige Neubau schafft Platz für insgesamt 50 Bewohner in 10 modernen Business-WGs. Das Gebäude orientiert sich in seiner Kubatur an der Nachbarbebauung, hebt sich aber durch seine Fassade aus verschiedenen Putzfarben und Strukturen deutlich von den Altbauten ab. Durch Gemeinschaftsbereiche wird ein hohes Identifikationspotential erreicht. Spezielle Features wie ein großer Küchenblock zum gemeinsamen Kochen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. In der Gemeinschaftsetage befindet sich neben der Waschküche ein großer Essbereich für Feste, sowie eine Lounge mit Bar und Kino. Das Haus verfügt über modernste Haustechnik samt App. Durch die die Konstruktion aus vorgefertigten Holzbauelementen konnte es in nur einem halben Jahr errichtet werden.

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ProMaxx © hmp HertfelderMontojo Planungsgesellschaft mbH / Foto: Laura Hoffmann-Kuhnt
Projekt: ProMaxx

Architekt: hmp – Hertfelde-Montojo Planungsgesellschaft mbH
Bauherr: ProMaxx gGmbH
Fertigstellung: 2016

ProMaxx und verantwortungsbewusstes Wohnen im Wedding: Der Neubau in der Adolfstraße vereint vieles: soziales Projekt, Lückenschließung, bezahlbaren Neubau-Wohnraum und ein Pilotprojekt das zeigt, wie innovativ Stadtentwicklung betrieben werden kann. Das Grundstück gehört dem sozialen Jugendträger ProMaxx, der im Altbau Mutter-Kind-Wohnungen und Jugend-WGs anbietet. Zur Straße gab es auf Grund eines Kriegsschadens eine Baulücke. Gemeinsam mit der Stadtteilgenossenschaft Wedding und dem Architekturbüro hmp wurde ein Konzept ausgearbeitet, das die Bedürfnisse aller Beteiligten abdeckt. ProMaxx hatte Bedarf an Kitaplätzen und Beratungsräumen und im Kiez gab es den Wunsch nach bezahlbarem (Eigentums-) Wohnraum. Um den Bau der eigenfinanzierten Kita und Beratungsräume zu ermöglichen, wurden die restlichen Stockwerke als altersgerechte Eigentumswohnungen geplant, deren Käufer das Konzept und die Kosten für Kita undBeratungsräume mit getragen haben.

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Uferhöfe © Arge Arnold und Gladisch Architekten und DMSW Architekten / Foto: Werner Huthmacher
Projekt: UFERHÖFE Berlin Neues Wohnensemble am Pankeufer

Architekt: Arge: Arnold und Gladisch Architekten / DMSW Architekten Dahlhaus Müller Wehage Partnerschaft mbB
Bauherr: GESOBAU AG
Fertigstellung: 2017

Mit ihrem lichten heiteren Charakter verleiht die neue Bebauung dem von Altbauten geprägten Viertel einen völlig neuen Ausdruck. Zum Flüsschen Panke, das von hohen Bäumen gesäumt ist, vervollständigt und weitet die neue Wohnanlage den städtischen Block. Helle Putzfassaden und Öffnungen die Loggien und Balkone, führen zu einem klaren äußeren Erscheinungsbild mit variantenreichem Spiel von Licht und Schatten. Subtil wirkt die verbindende horizontale Bänderung der Fassaden. Der U-förmige Hof an der Uferstraße bildet das halböffentliche Entrée zur neuen Wohnanlage. Über einen Durchgang gelangt man in einen zweiten Hof, der die beiden kleineren Einzelgebäude des Ensembles erschließt. Robuste Materialien prägen Wege und Mauern. Inseln heimischer Gehölze und Stauden gliedern die anregend gestalteten Freianlagen. Hier bietet sich den Bewohnern ein Angebot an Möglichkeiten für gemeinsame nachbarschaftliche Unternehmungen, Entspannung und Kommunikation.

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Wohnen am Campus © roedig schop Architekten / Foto: Stefan Müller
Projekt: Wohnen am Campus / Adlershof

Architekt: roedig . schop architekten
Bauherr: STADT UND LAND Wohnbaugesellschaft
Fertigstellung: 2017

Mit der Wohnbebauung am Anger für die STADT UND LAND wurde eines der ersten neuen Bau­projekte für die Berliner Wohnungsbaugesellschaften fertiggestellt. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Hybridbau, der in Schottenbauweise aus Beton, einer Ausfachung der Fassade mit einer hochgedämmten Holzkonstruktion sowie einer Verkleidung aus Faserzementplatten errichtet wurde. Es zeigt, dass innovative Konstruktion, gestalterischer Anspruch und kostengünstiger öffentlicher Mietwohnungsbau möglich sind. Es wurden 62 Wohneinheiten von zwei bis vier Zimmern Größe und einer gesamten Wohnfläche von 4.414 m² geschaffen. Die Erschließung über 8 Eingänge bildet überschaubare Nachbarschaften. Alle Wohnungen sind zweiseitig zum Anger und zum Garten ausgerichtet. Die Loggien liegen konstruktiv sinnvoll übereinander nach Südwesten zum Anger. Die Mietergärten liegenauf der Tiefgarage etwas erhöht über dem Gemeinschaftsgarten.

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Wohnhaus mit begrünter Fassade © Sarah Riviere Architect / Foto: Jan Bitter
Projekt: Wohnhaus mit begrünter Fassade

Architekt: Sarah Riviére Architect
Bauherr: keine Angabe
Fertigstellung: 2016

Das neue sechsgeschossige Wohnhaus in Berlin-Kreuzberg fügt sich harmonisch in die vorhandene Blockrandbebauung des Stadtteils ein und bringt gleichzeitig seinen eigenen, klaren und unverwech-selbaren, ökologischen Standpunkt zum Ausdruck. Als Teil einer grünen Agenda wurde auf der neuen Fassade zur Glogauer Straße eine vertikale „Living Wall“ gebaut, eine bepflanzte Fassade, die Verkehrsbelästigungen und Lärm absorbiert. Bei dem Grundstück handelt es sich um eine Baulücke aus dem 2. Weltkrieg, die bis zum Baubeginn dieses Projektes als privater Parkplatz genutzt wurde. Das neue Gebäude bietet im Erdgeschoss Raum für eine Gewerbeeinheit, während darüber auf fünf Geschossen Wohnungen errichtet wurden. Der Kreuzung zugewandt entstand ein Eckturm, als Reminiszenz an die historische Bauweise in diesem Teil Kreuzbergs, in dem die Ecken der Gebäudeblöcke oft als Türme zu den Straßenkreuzungen ausgestaltet wurden.

Das gesamte Programm zum Tag der Architektur ist ab Juni in gedruckter Form an vielen Orten in Berlin kostenfrei erhältlich, zum Beispiel bei den Touristeninformationen und im stadtweiten Kulturverteiler, bei der Architektenkammer Berlin und bei den teilnehmenden Büros vor Ort. Das Programmleporello enthält alle Projektführungen und Veranstaltungen in den offenen Büros, sortiert nach Berliner Bezirken. Mit der kostenlosen App mit Routenplaner lässt sich der Tag der Architektur über Berlins Grenzen hinaus ab Anfang Mai bequem mobil im Voraus planen.

Architektenkammer Berlin

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