Vor Gericht mit dem Mieter

Vor Gericht mit dem Mieter
Vor Gericht mit dem Mieter

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage besitzt, muss sich früher oder später mit dem Thema Vermietung auseinandersetzen. Um ein harmonisches und möglichst unkompliziertes Mietverhältnis zu etablieren, muss der künftige Mieter sorgfältig ausgewählt werden. Dennoch können unerwartete Umstände zu Situationen führen, die nur mit Hilfe eines Rechtsstreites geklärt werden können.

Wenn die Miete ausbleibt

Wie verhält man sich, wenn die Zahlung der Miete ausbleibt? Bei einer Monatsmiete hat man als Vermieter noch keine Grundlage, rechtliche Schritte einzuleiten. Möglicherweise hat der Mieter gute Gründe, warum die Zahlung noch nicht erfolgt ist. Zunächst sollten Vermieter und Mieter das gemeinsame Gespräch suchen. Ist dies nicht zielführend oder eine der beiden Parteien dazu nicht bereit, muss abgewartet werden. Eine schriftliche Aufforderung, den Mietrückstand zu begleichen, sollte dem Mieter zugestellt werden.

Bleibt die Miete weiterhin schuldig und wird auch im folgenden Monat nicht oder nur teilweise bezahlt, können Sie gegebenenfalls weitere Schritte einleiten. Ist die Höhe der ausstehenden Zahlung höher als eine Monatsmiete, kann eine fristlose außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden. Zu diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich, rechtlichen Beistand zu suchen. Ein Anwalt für Immobilienrecht wie Steffen Radlbeck aus Berlin kann Sie in dieser Situation professionell unterstützen.

Wann muss der Mieter die Wohnung räumen?

In dieser Kündigung werden dem Mieter etwa 10 Tage gewährt, um die Wohnung zu räumen. Er hat jedoch die Möglichkeit, durch rechtzeitige Begleichung seiner Schulden die Kündigung unwirksam zu machen. Gelangt er innerhalb von zwei Jahren erneut in einen Mietrückstand und erhält die Kündigung, kann er dies nicht mehr heilen.

Wann kommt es zur Räumungsklage?

Hat der Mieter zum Zeitpunkt des in der zweiten Kündigung ausgesprochenen Auszugstermins die Wohnung nicht geräumt und an den Vermieter übergeben, kann Klage erhoben werden. Eine solche Räumungsklage kann sich über mehrere Monate ausdehnen. Nach Zugang der Klage beim Schuldner bekommt er eine Frist, um Stellung zu nehmen. Anschließend kommt es regelmäßig zur gerichtlichen Anhörung mit beiden Parteien. Es wird dabei ein Urteil gefällt (bei Nichterscheinen einer Partei wird ein Versäumnisurteil gefällt), wonach weitere Schritte eingeleitet werden können. Wurde keine Einigung erzielt und der Vermieter bekommt Recht zugesprochen, wird die Räumung eingeleitet.

Der Gerichtsvollzieher kündigt sich an

Je nach Auslastung und Jahreszeit können weitere Wochen vergehen, bis die Wohnung tatsächlich geräumt wird. Der Mieter bekommt schriftlich einen Termin genannt, an dem er ausgezogen sein muss. Ist dies nicht geschehen, hat der Gerichtsvollzieher im Beisein des Vermieters das Recht, das Schloss auszutauschen und die Wohnung dem Mieter dadurch nicht mehr zugänglich zu machen. Nach einer weiteren Frist können die darin verbliebenen Gegenstände verwertet werden und die Wohnung wieder neu vermietet werden.

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