Friedrichshain-Kreuzberg

Lebendige Szene, internationale Kieze, angesagte Spree-Lagen

Friedrichshain-Kreuzberg ist der Szene-Bezirk der Hauptstadt: ausschließlich innerstädtisch gelegen, mit junger und internationaler Bevölkerung, allen Vorteilen der Metropole und zahlreichen erstklassigen Wohnlagen. WG-Zimmer, Miet- und Eigentumswohnungen sind hier heiß begehrt und werden immer wertvoller.

Cool, cooler, Kreuzberg – so sehen die Kreuzberger ihren Teil Berlins. Und so sehen sie sich natürlich auch selbst: International und bunt, vielfältig und hipp, alternativ und trendig, Tag und Nacht unter Strom, „was mit Medien“ machen oder im Start-Up arbeiten. Von diesem weltweit bekannten Ortsteil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg träumt Deutschlands Jugend. Dabei sind Kreuzberger Nächte lang, aber die Friedrichshainer sind noch viel länger: Die Clubkultur im Nachbarortsteil ist heute die angesagteste in ganz Berlin.

Der Bezirk umfasst seit 2001 die beiden Ortsteile Friedrichshain und Kreuzberg. Neben Berlin-Mitte ist er der einzige Bezirk, der Teile des ehemaligen Ost-Berlins und Gebiete West-Berlins vereint. Die Spree trennt Friedrichshain und Kreuzberg, die berühmte Oberbaumbrücke verbindet sie – und hat es dadurch sogar ins neue Bezirkswappen gebracht. Friedrichshain-Kreuzberg hat 280.000 Einwohner, die höchste Bevölkerungsdichte und das geringste Durchschnittsalter aller Berliner Bezirke.

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Mediaspree – Bürogebäude, Firmensitze und Wohnungen entlang des Spreeufers © Berlin85 / Fotolia.de

Wenn Hauptstädter an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg denken, dann sehen sie den Volkspark Friedrichshain mit dem berühmten Märchenbrunnen vor sich, die stalinistischen Prachtbauten an der Karl-Marx-Allee mit den beiden riesigen Türmen am Frankfurter Tor, die Warschauer Straße mit ihrem S- und U-Bahnhof, der jedes Wochenende zu einer gigantischen Drehscheibe für Zehntausende Partyhungrige aus aller Welt wird. Und natürlich die Spree, die zwischen Kreuzberg und Friedrichshain ruhig dahinfließt und an deren Ufern in den vergangenen Jahren zahlreiche attraktive Neubauwohnungen in bester Lage entstanden sind. Rotleuchtend darüber die Oberbaumbrücke, die mit ihren Türmen zu einem Wahrzeichen des jungen Bezirks geworden ist. Dann nach Kreuzberg hinein, der berühmte Bergmannstraßen-Kiez mit zahlreichen Lokalen und Clubs, die Markthalle Neun, deren Streetfood-Läden Genießer aus ganz Berlin anlocken. Und weiter Richtung Mitte, der vielbefahrene Mehringdamm mit Berlins berühmter Wurstbude „Curry 36“ und Berlins populärstem Döner-Stand „Mustafas Gemüsekebap“, dann die Friedrichstraße, die südliche Friedrichstadt mit dem historischen Zeitungsviertel rund um die Kochstraße, das noch heute von zahlreichen Journalisten bevölkert wird, und der aus Agentenfilmen bekannte Checkpoint Charlie. Kurzum: wenn die Berliner an Friedrichshain-Kreuzberg denken, dann sehen sie einen sehr beliebten, lebendigen, jungen Szene-Bezirk vor sich, der nur selten schläft und viele attraktive Wohnlagen für die bereithält, die quirlige Urbanität lieben.

Gefragt wie noch nie: Spreeufer und die Stralauer Halbinsel

An kaum einem anderen Ort ist die Entwicklung Friedrichshain-Kreuzbergs so spürbar wie entlang des Spreeufers, auch bekannt als Mediaspree. In den vergangenen zwanzig Jahren wurden hier zahlreiche Neubauprojekte realisiert. Darunter das Gewerbezentrum „Oberbaum City“ und die „Mercedes-Benz-Arena“. Dort feuern die Berliner ihren Eishockeyclub „Die Eisbären“ an oder besuchen Konzerte mit bis zu 17.000 Zuschauern.

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Die Dorfkirche auf der Halbinsel Stralau © ebenart / Fotolia.de

Eine ganz besondere Wohnqualität bietet die Stralauer Halbinsel. In dem ursprünglichen Fischerdorf, das später auch Geburtsstätte vieler Segelvereine war, lässt sich in herrlicher Natur eine Auszeit vom Alltag nehmen. Die Spree direkt vor der Haustür und doch nicht weit entfernt von der Innenstadt, werden auch hier Neubauwohnungen angeboten, deren Kaufpreise sich zwischen 5.000 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter bewegen. Das ist eine erstaunliche Entwicklung für die Halbinsel, die bis in die 1980er Jahre hinein noch eine verwahrloste Industriebrache war. Das Straßennetz ist saniert und ausgebaut worden und Eltern können ihren Nachwuchs in neuen Kindertagesstätten unterbringen. Die Dorfkirche gilt als ältestes Kulturdenkmal in Friedrichshain-Kreuzberg.

Start-Ups und Traditionsunternehmen schätzen den Standort

Ob Zalando, Universal Music, Mercedes Benz, Rocket Internet, BASF, die Bundesdruckerei oder Coca Cola, bekannte Großunternehmen haben sich im Bezirk angesiedelt. Doch es sind nicht nur die Unternehmen mit den großen Namen, die die zentrale Lage, die ausgeprägte Kreativ-Szene mit ihren vielen Kreativschmieden und Innovationslaboren schätzen. Insgesamt haben fast 60.000 Gewerbebetriebe ihren Sitz in Friedrichshain-Kreuzberg. Dabei kommt es zu einer auch in Berlin einzigartigen Mischung von Traditionsunternehmen und Start-Ups. Viele Einzelhändler sind darunter, denn in Friedrichshain-Kreuzberg gibt es zahlreiche bekannte Geschäftsstraßen mit ganz verschiedenem Charakter. Dazu zählen die Karl-Marx-Allee, die Frankfurter Allee und die Warschauer Straße in Friedrichshain genauso wie die sehr multikulturell geprägte Oranienstraße, die Bergmannstraße, der Wrangelkiez und Graefekiez, die Gegend rund ums Kottbusser Tor und die südliche Friedrichstraße in Kreuzberg.

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Die Karl-Marx-Allee ist eine bekannte Geschäftsstraße in Friedrichshain-Kreuzberg © jackijack / Fotolia.de

Markthalle Neun: Alltäglicher Einkauf und kulinarischer Tempel

In der Markthalle Neun wird Einkaufen, Essen und Probieren zum Erlebnis: Die Markthalle Neun in Kreuzberg gehört zu den ganz wenigen noch erhaltenen historischen Markthallen in Berlin. Feinkost und regionale Spezialitäten, Fisch, Fleisch und Wurst, Käse und Backwaren, aber auch Produkte wie Tee, Kaffee, Bier, Wein und seltene Spirituosen sind hier erhältlich. Das Angebot ist riesig, auf die Qualität wird geachtet. Viele Anbieter sind Erzeuger aus der Region, die ihre Lebensmittel vom Ursprung bis zur Vermarktung begleiten. Andere sind Händler, die die Geschichte hinter ihren Produkten genau kennen. Eine gläserne Bäckerei und Metzgerei, eine hauseigene Brauerei, eine Kantine, bei der man den Köchen über die Schulter schauen kann, holen die Herstellung von Lebensmittel aus der Anonymität heraus und zurück in die Stadt. In Kochkursen lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit Lebensmitteln. Der Street-Food-Markt zeigt Berlin auch beim Thema Essen als Kreativmetropole.

Wichtiger Medienstandort an der Grenze zu Mitte

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – so köstlich und fair es auch sein mag – ,er will auch informiert sein: Das Berliner Zeitungsviertel rund um die Kochstraße galt bereits in der Kaiserzeit und Weimarer Republik als weltweit größter Presseplatz. Wo heute der Axel Springer Verlag und die Tageszeitung „taz“ ihren Sitz haben, ließen damals die Zeitungsunternehmer Rudolf Mosse, Leopold Ullstein und August Scherl die ersten großen Massenblätter Deutschlands drucken. Durch die Wiedervereinigung erneut ins Zentrum gerückt, ist das Zeitungsviertel entlang der südlichen Friedrichstraße heute ein wichtiger Medienstandort in Kreuzberg, direkt an der Grenze zum Bezirk Berlin-Mitte.

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In Friedrichshain-Kreuzberg gibt es gute Verkehrsanbinungen, z.B. mit der U-Bahn über die Oberbaumbrücke. © JFL Photography / Fotolia.de

Attraktive Lagen, begehrte Wohnungen

Sowohl in Kreuzberg als auch in Friedrichshain gibt es zahlreiche hochattraktive Kieze, die aufgrund ihrer zentralen Lage durch U- und S-Bahnen sowie Busse hervorragend an das öffentliche Verkehrssystem angeschlossen sind. Zudem liegen mit dem Martin-Gropius-Bau, dem Jüdische Museum, der Berlinischen Galerie und dem Deutschen Technikmuseum einige der interessantesten und anspruchsvollsten Museen und Galerien direkt vor der Haustür. Und obwohl der Bezirk sehr dicht bebaut ist, gibt es in fast jedem Kiez Grünflächen, Spielplätze und Parks. Der jüngste Park ist der am Gleisdreieck, ganz nah am Potsdamer Platz. All dies führt dazu, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu den begehrtesten der Stadt gehört. Daher sind die Immobilien hier von Jahr zu Jahr teurer geworden. Unter 5.000 Euro pro Quadratmeter sind Eigentumswohnungen nur noch selten zu bekommen. Nach oben gibt es bei den Immobilienpreisen keine Grenzen. Gerade die Wohnungen in den Spree-nahen Lagen von Friedrichshain und Kreuzberg gehören heute zu den begehrtesten Berlins.

Bastian Behrens

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