Charlottenburg-Wilmersdorf

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Kurfürstendamm Ecke Leibnitzstraße © Karl-Heinz Spremberg / Fotolia.com

Hier schlägt das Herz von Berlin

Die weltbekannte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, der glamouröse Kurfürstendamm, großbürgerliche Altbauwohnungen und die Schmargendorfer Villenkolonie – Charlottenburg-Wilmersdorf gehört zu den bekanntesten, attraktivsten und architektonisch vielseitigsten Aushängeschildern Berlins.

Ohne Schloss keine Stadt und kein Bezirk: auf dem Gebiet der Gemeinde Lietzenburg wurde zu Ehren von Königin Sophie Charlotte das Schloß Charlottenburg errichtet und 1699 eingeweiht. Nach diesem Schloß wurde die im Jahr 1705 gegründete Stadt Charlottenburg benannt. Das etwas südlicher gelegene Wilmersdorf entwickelte sich bürgerlicher: Im 18. Jahrhundert erwarben vermögende Berliner Bürger Häuser im damaligen Dorf Deutsch-Wilmersdorf. Am 1. April 1907 wurde Wilmersdorf ein selbstständiger Stadtkreis. Ab 1912 hieß die Stadt Berlin-Wilmersdorf. Der heutige Großbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entstand am 1. Januar 2001 durch den Zusammenschluss der beiden West-Berliner Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf. Mehr als 340.000 Menschen leben heute in diesem zentralen und hochattraktiven Bezirk von Berlin.

„Ich hab‘ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm…“

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© beetey / Fotolia.com

Im 19. Jahrhundert wuchs die Großstadt Berlin über ihre Grenzen hinaus. Das Gebiet westlich der Stadt, das bis dahin dörflich geprägt war, rückte ins Zentrum des städtebaulichen Interesses. Geprägt werden Charlottenburg und Wilmersdorf seither durch großzügige und herrschaftlichen Altbauten aus der Berliner Gründerzeit. Oft liebevoll saniert und ausgebaut sind sie heute ein Vermögen wert, bieten dafür aber auch höchsten Wohnwert. Investoren dürfen in diesem großbürgerlich geprägten Bezirk mit sehr attraktiven Mietrenditen rechnen, die oft weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen. Hier finden sich hochwertige Immobilien für anspruchsvolle Käufer und Mieter, zentral gelegen und doch im Grünen. „Ich hab‘ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm …“, sang Hildegard Knef, von ihren Berliner auch liebevoll „die Knef“ genannt, und traf damit „voll ins Schwarze“, oder besser gesagt ins Herz vieler Berliner und Berlin-Fans. Die auch gerne einfach „Kudamm“ genannte Flaniermeile mit ihren vielen exklusiven Geschäften und internationalen Restaurants erhielt ihr heutiges Gesicht ab 1882. Zuvor war sie nur der profane Reitweg des Kurfürsten. Nach Plänen des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck wurde der Kudamm zu einer Prachtstraße und zum Boulevard. Schnell wandelte sich der einstige Reitweg in eine vornehme Wohngegend. Bereits im Jahr 1913 sollen entlang des Kurfürstendamms mehr als 120 Millionäre gewohnt haben. Heute ist der gut drei Kilometer lange Kurfürstendamm unter Berlinern und Touristen gleichermaßen bekannt und beliebt.

Neben der historischen Mitte im Osten ist das Gebiet rund um den Kurfürstendamm heute als City West eines der beiden Zentren Berlins. Hier liegen die Technische Universität und die Universität der Künste, das Olympiastadion, die Deutsche Oper, das Internationale Congress Centrum ICC und der weithin sichtbare, nachts illuminierte, Funkturm von West-Berlin. Der Ku´damm ist sicher berühmt, aber er ist längst nicht die einzige Attraktion im Bezirk: Der setzt sich aus insgesamt sieben Ortsteilen zusammen, die alle ihren ganz eigenen Charme haben. Charlottenburg ist der bevölkerungsreichste Ortsteil des Bezirks. Die Gegend um das mächtige Charlottenburger Rathaus, das von weitem aussieht wie eine Burg, ist heute nicht mehr das Zentrum des Bezirks. Westlich vom Breitscheidplatz und Bahnhof Zoo pulsiert das Charlottenburger Leben entlang des Kurfürstendamms.

Unterhaltung wird in der City West großgeschrieben: in den zahlreichen Kinos, von denen das bekannteste der in altem Glanz erstrahlenden „Zoo-Palast“ sein dürfte. Ebenfalls beliebt: das prachtvollen „Theater des Westens“ mit seinen bedeutenden Musicalaufführungen. In zahlreichen weiteren Theatern wird über klassisches Schauspiel bis hin zur experimentierfreudigen „Schaubühne“ am Lehniner Platz ein breites Repertoire angeboten, das Theaterfreunde aus ganz Berlin und aller Welt anlockt.

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Weltberühmte Universitäten und erstklassige City-Lagen

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BIKINI Belin © Mario Fajt / flickr.com CC BY 2.0

Charlottenburg ist auch ein bekannter Wissenschaftsstandort: Nah am Kudamm liegen die Technische Universität und die Universität der Künste, zwei weit über Berlin hinaus renommierte Hochschulen. Tausende Studenten bevölkern die Universitätsgebäude und die Cafés und Szenekneipen rund um den Steinplatz, den Savignyplatz und den Ernst-Reuter-Platz. Charlottenburg zeigt dort sein eigenes, gutbürgerliches und zugleich lebhaftes Temperament. Wohnungen sind hier besonders begehrt: Für eine Eigentumswohnung sollte im Altbau mit 4.000 bis 10.000 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden. Besonders begehrt sind die Lagen entlang des Kurfürstendamms und an den zentralen Plätzen: Zu den Top-Wohnlagen zählen alle Immobilien, die sich in Nähe des Bahnhofs Zoo befinden. Aber auch rund um den Karl-August-Platz, den Savignyplatz, das Schloß Charlottenburg sowie den Lietzensee lassen sich in Charlottenburg sehr attraktive Wohnlagen finden. Und wer eine passende Immobilie in attraktiver Lage gefunden hat, der sollte sie auch umgehend kaufen, denn die Preise steigen stetig. Der Norden Charlottenburgs wird überwiegend durch Großraumsiedlungen geprägt. Die sind Anfang des 20. Jahrhunderts funktional für die immer zahlreicher werdende Arbeiterschaft angelegt worden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Wohnanlagen in der Großsiedlung Siemensstadt. Dabei handelt es sich um mehrgeschossige Wohnblocks mit großzügig verteilten Grünflächen. Gebaut wurde die Siemensstadt für die Belegschaft der damaligen Siemenswerke. Heute finden sich hier attraktive, zentrumsnahe Wohnlagen, die deutlich günstiger sind als gehobenere Immobilien in Charlottenburg-Wilmersdorf. Es dominieren einfache und mittlere Wohnlagen und wer eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sollte mit einem Kaufpreis von etwa 3.500 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Die beiden Ortsteile Wilmersdorf und Schmargendorf, etwas südlicher im Bezirk gelegen, zeigen dagegen eine Struktur die dem südlich angrenzenden Steglitz ähnelt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Rüdesheimer Platz, den der bekannte Immobilienmagnat Georg Haberland um das Jahr 1905 herum im großzügigen englischen Landhausstil planen und anlegen ließ. Über den Stadtteil hinaus bekannt ist das mächtige, im Stil der märkischen Backsteingotik errichtete Rathaus von Schmargendorfer. Geheiratet haben hier Prominente wie Roland Kaiser, Gunter Gabriel, Romy Schneider und Harald Juhnke. Wer eine Wohnung in Schmargendorf sucht, sollte im Altbau mit durchschnittlich 4.000 Euro pro Quadratmeter rechnen, im Neubau sind es im Schnitt 6.000 Euro pro Quadratmeter. In besonders guten Wohnlagen – und die gibt es in Schmargendorf reichlich – liegen die Kaufpreise sogar bei bis zu 10.000 Euro und mehr pro Quadratmeter. Neben Schmargendorf wird auch der Ortsteil Wilmersdorf für Bewohner und Investoren immer interessanter: Hier entstehen anspruchsvolle Neubauprojekte und die herrschaftlichen Altbauwohnungen sind durchaus mit denen in Charlottenburg und Schmargendorf vergleichbar. Insbesondere die zentrale Lage innerhalb des S-Bahn-Rings deutet darauf hin, dass dieser Ortsteil auch in Zukunft sehr gefragt sein wird. Zu den besonders guten Lagen in Wilmersdorf zählen die Kieze rund um den Ludwigkirchplatz, den Fehrbelliner Platz und entlang des Volksparks Wilmersdorf.

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@ Mike Raab / Fotolia.com

In guter Gesellschaft …

Der Name sagt es: Westend. Den westlichen Abschluss des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf bildet der Ortsteil Westend. Ein wunderschöner, im 19. Jahrhundert angelegter und durch Villen mit großen Gärten geprägter Ortsteil. Westend gehört heute zu den gefragtesten Berliner Wohnlagen – jedenfalls bei all jenen, die es vorziehen auch in einer Großstadt im Grünen zu wohnen. Eigentumswohnungen und Villenetagen haben hier zumeist Größen von 100 bis 300 Quadratmetern. Die Mietrendite für Investoren ist im bundesdeutschen Vergleich hoch, die eigenen vier Wände kosten im Schnitt rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. Je nach Ausstattung können die Preise aber auch auf bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter in die Höhe schnellen. Zweitkleinster Ortsteil von ganz Berlin ist das südöstlich von Westend gelegene Halensee. Auch hier überwiegen gute bis sehr gute Wohnlagen. Die sich von Halensee bis in den benachbarten Stadtteil Grunewald erstreckenden Wohngebiete sind geprägt von hochherrschaftlichen Villen und gutbürgerlichen Stadthäusern, die Millionen kosten.

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Lieztensee © Ron Gilmore / flickr.com publicdomain

Alle Ortsteile von Charlottenburg-Wilmersdorf sind hervorragend durch S-Bahnen, U-Bahnen und Busse erreichbar. Die Bahnhöfe Zoo und Charlottenburg verbinden den Stadt- mit dem Regionalverkehr, der Berliner Hauptbahnhof ist nah. Für den Autoverkehr bieten sich nicht nur die großen Ausfallstraßen, wie die Heerstraße an, sondern auch der Stadtring A100 sowie die bekannte AVUS. Doch trotz seiner zentralen Lage bietet Charlottenburg-Wilmersdorf keineswegs nur dichte Bebauung und hektisches Großstadtleben. Zahlreiche Grünflächen finden sich hier, ein gutes Beispiel dafür ist Parkanlage rund um den Lietzensee in Charlottenburg. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bietet großstädtisches Leben, ein umfangreiches Kulturangebot, hervorragende Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Schulen in der Nachbarschaft, naturnahes und urbanes Wohnen in vielfältigen und häufig exzellenten Lagen.

Bastian Behrens

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