Westfälisches Viertel: Wohnen in der Agricolastraße

Spree, Sport und Nachbarschaft

Wie eine Halbinsel wird das Wohnviertel süd-westlich der Levetzowstraße von der Spree umschlossen. Hier ist Moabit sehr bürgerlich und weniger multikulturell als am Ottopark. Die Agricolastraße, Tile-Wardenberg-Straße und Wullenweberstraße verlaufen parallel und werden von der Jagowstraße und Solinger Straße gekreuzt. Das Gebiet ist durchaus überschaubar und bietet einiges an Überraschungen. Die zentrale Lage, viel Grün und der Blick auf das Wasser zeichnen das unentdeckte Wohnviertel aus. Dabei blickt die Gegend auf eine über einhundertjährige Geschichte zurück.

In der Architektur spiegelt sich die Geschichte der Stadt wider. Es reihen sich typische Wohnhäuser aus der Gründerzeit an eher moderne Häuser aus den 1930er Jahren und dann wieder sachlich-funktionale Gebäude aus den 1980er Jahren. Die unterschiedlich großen Grundstücke führten zu einer individuellen Bebauung und abwechslungsreiche Fassaden: roter Backstein trifft auf üppigen Stuck und schlichten Putz.

Die zentrale Lage, viel Grün und der Blick auf das Wasser zeichnen das unentdeckte Wohnviertel

Empfangen werden Sie am Wikingerufer von einem roten Ziegelgebäude mit einem 38 Meter hohen Doppelturm Hierbei handelt es sich um die Erlöserkirche mit Gemeindehaus. Sie entstand von 1909 bis 1912 nach den Plänen der Architekten Dinklage, Paulus und Lilloe als neuer Gebäudekomplex auf einem seinerzeit 45.000 Quadratmeter großen Grundstück. Im Inneren überrascht der Backsteinbau mit einer großen hellen Hallenkirche. Sie bietet Platz für 600 Personen. Weiter entlang der Spree reihen sich großzügige Altbauten aneinander. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Uferlinie der Spree und die gegenüber liegenden schönen Baudenkmale in rotem Backstein. Entlang der Spree gibt es Bänke zum Verweilen, einen Weg zum Joggen und die großen Bäume spenden im Sommer einen angenehmen Schatten. Hier weht vom Wasser immer eine leichte Brise und Boote ziehen vorbei.

Was passiert in dem Viertel?

Wenn Sie nicht nach Mitte oder Charlottenburg fahren möchten, dann besuchen Sie in der Tile-Wardenberg-Straße den „The Baroom“. In der staatlich anerkannten Barschule können Sie lernen, wie man professionell Cocktails mixt. Vom Schnupperkurs bis zum IHK Lehrgang kreist hier alles um hochprozentige Themen sowie Aromen und professionelle Techniken. Die Jagowstraße führt zur Levetzowstraße. In diesem kleinen Abschnitt können Sie alle Dinge für den täglichen Bedarf kaufen. Vom Parkettbodenanbieter bis zum Friseur liegt alles fußläufig beieinander. Sie können sich mit Freunden im Restaurant verabreden oder im Zeitungskiosk die Nachbarn treffen. Das Sportzentrum TSV GutsMuths 1861 rundet das Freizeitangebot ab. Vom Kleinkind bis zum Senior kann hier jeder Mitglied werden und sich sportlich betätigen. Die Räume wurden 1986 fertig gestellt und auf der „Wulle“, wie das Zentrum liebevoll genannt wird, gibt es eine dreifach Sporthalle, eine 400m-Tartanbahn, ein Fitness- und Gesundheitsstudio, eine Sauna und die beliebte Kegelbahn.

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