Wohnen im Rudolfkiez

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Die Spree mit dem Rudolfkiez auf der rechten Seite • © Christopher Barz

Am Puls der Stadt

Was die HafenCity in Hamburg, der Medienhafen in Düsseldorf und der Rheinauhafen in Köln ist in Berlin der Abschnitt zwischen Elsenbrücke und Oberbaum Brücke. Hier breitet sich die Spree aus und trennt den Wrangelkiez im Westen vom Rudolfkiez im Osten. Das Wasser und die Parks nehmen eine immer wichtigere städtebauliche Rolle ein: von der Spree gehen der Landwehrkanal und Flutgraben ab und der Görlitzer Park, Treptower Park und die begrünten Ufer der Spree sind die grünen Lungenflügel der Stadt. Freizeit und Arbeit gehen hier Hand-in-Hand und das Schönste nach der Arbeit ist, den Tag im Badeschiff ausklingen zu lassen.

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Das Kunstwerk Molecule Man auf der Spree mit dem Rudolfkiez im Hintergrund • © Christopher Barz

Von hier haben Sie einen freien Blick auf den Rudolfkiez. Hierbei handelt es sich um nur wenige Straßen zwischen Warschauer Straße und Markgrafendamm. Der Hauptbezugspunkt ist und war seit jeher die Spree. Um 1900 wurde die Gegend industriell erschlossen und es entstanden die ersten großen Wohnbauten entlang der Rotherstraße und dem Rudolfplatz, der mit der Zwinglikirche – erbaut von 1906 bis 1908 – das Herz bildet. Der rote Backsteinbau, im neogotischen Stil, wirkt mit seinen großen filigranen Fenstern und dem 81 Meter hohen Glockenturm imposant. Die Kirche ist an zwei Seiten von Wohngebäuden eingefasst, so dass sich ein urbanes städtebauliches Ensemble ergibt.

Das Schönste nach der Arbeit ist, den Tag im Badeschiff ausklingen zu lassen.

Hier war Berlin etwas rauer als in Charlottenburg-Wilmersdorf, denn das Osthafengelände trug dazu bei, dass sich Anwohner, Tagelöhner und Arbeitslose mischten. Nach 10-jähriger Planungsphase wurde am 6. September 1907 der erste Spatenstich am Osthafen gesetzt. Aus einer Badeanstalt, Lagerplätzen und einem Müllabladeplatz sollte ein großer Umschlagplatz für die Waren und Güter aus aller Welt werden, die über die Spree nach Berlin kamen, denn der Urbanhafen am Landwehrkanal reichte nicht mehr aus. Der neue Osthafen war eine gewaltige Anlage, denn nach seiner Fertigstellung 1913 konnten 40 Schiffe hier anlegen und die Waren gelöscht werden. Es gab Lagerhäuser und Freiflächen für Handelsgüter, Kohlen, Ziegel, Getreide und alle Dinge, die in der Metropole dringend benötigt wurden. Erst der 1923 eröffnete Westhafen übertraf die Dimensionen an der Stralauer Allee.

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Hier entsteht demnächst das Wohnobjekt „wave“ der Bauwerk Capital GmbH & Co. KG • © Christopher Barz

Richtig modern wurde es am Osthafen 1929, als neben den Hafengebäuden im Stil des Historismus das kubische Eierkühlhaus eröffnete. Es entstand als Stahlbetonskelettkonstruktion und die geschlossene Fassaden wurden mit einem Rautenmuster gegliedert. Heute ist hier der Sitz von Universal Music und die Fassaden wurden aufgebrochen und mit einer vorgehängten Fassade in ein Aquarium verwandelt. Aus einem hermetisch abgeschlossenen Gebäude wurde eine transparente Glasbox, die sich auf der Oberfläche der Spree spiegelt. Auch die danebenliegenden Gebäude des Osthafens wurden nach der Wende saniert und umgenutzt. Hier zogen MTV und weitere Kreative Büros ein. Architektonisch wurde die Gegend weiter entwickelt, denn es entstanden der Hotelneubau der spanischen NH Hotel-Kette und die Deutschlandzentrale von Coca Cola. An der Wasserkante errichtete Coca Cola einen kubischen Neubau mit offener Glasfassade.

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Ein weiteres Gebäude, das den Bezug zum Wasser perfekt umsetzen wird, ist der geplante Neubau Wave. Mit der Adresse Stralauer Allee 13-14 werden die letzten Ufergrundstücke mit imposanten Wohnbauten geschlossen. In der organischen Formenwelt vom Architekturbüro Graft werden geschwungene Terrassen, scharf geschnittene Fenster und ausgestellte Balkon die Fassade in ein dynamisches Wechselspiel verwandeln. Der gewählte Baustil wertet die Berliner Architektur erheblich auf, denn diese Qualität, sowohl in der Gesamtformensprache als auch den Details, könnte auch am New Yorker East oder Hudson River umgesetzt werden. Die gewählte Form passt sowohl zu New York als auch Berlin, denn wie wenn sich zum Ufer hin die Wellen ausrollen, so geben die rhythmisierten Seitenfassaden dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter. Es ist die ideale Ergänzung zur Spree, die ebenso sanft durch Berlin fließt.

Während die Neubauten an der Spree augenfällig den Bezug zum Wasser suchen und auf Transparenz und visuelle Effekte setzen, präsentiert sich die grüne Betonfassade von Labels Berlin 2 mit den geschlitzten Öffnungen ganz unaufgeregt. Es ist ein weiterer Eyecatcher am Spreeufer, der im charmanten Retrolook der frühen 1970er Jahre Assoziationen an die U-Bahnhöfe von Rainer Gerhard weckt z. B. Fehrbelliner Platz. Daneben wird der Neubau Wave zeigen, was urbane Wohnarchitektur sein kann und sein muss: ein ästhetisches Highlight.

Dr. Carsten Schmidt

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