Mercedes-Platz

Wo ehemaligem Brachland wieder Leben eingehaucht wird

Mit Living Levels wurde der erste Spatenstich zu einem Wohnkomplex flussseitig der East Side Gallery gesetzt. Wo heute noch die O2 World auf größtenteils unbebauter Fläche empor ragt, haben Entwickler, Investoren, Politiker und Architekten eine Vision von einem neuen Stadtteil in Berlin-Friedrichshain. Mercedes-Platz soll er heißen, der das Zentrum des 2002 von der Anschutz Entertainment Group (AEG) gekauften Areals darstellt und auf dem zukünftig Eventbegeisterte, Touristen, Geschäftsleute aber auch Anwohner flanieren werden. Mit dem Namen berücksichtigt man zugleich die feminine Namensgebung von Plätzen und Straßen bis zur Schaffung der Geschlechterparität in Berlin. Die AEG investiert in das Schlüsselprojekt um den Platz herum 190 Millionen Euro. Auf 20.000 m² Grundstücksfläche entstehen bis 2018 vier Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt 60.000 m².

Nachdem vor knapp zwei Jahren schon die Mercedes-Benz Vertriebszentrale in der Mühlenstraße eingeweiht wurde, hat sich das Unternehmen die Namensrechte für die O2 World gesichert. Hiermit hat sich Mercedes-Benz zu einer intensiveren Partnerschaft mit der AEG bekannt. Die Veranstaltungshalle wird zum 1. Juli 2015 in Mercedes-Benz Arena umbenannt.

Rund um den ca. 13.000 m² (ca. zwei Fußballfelder) großen Platz, auf welchem ein Wasserfontänenfeld eine lebendige Wohlfühlatmosphäre erzeugt, werden unter anderem ein Premierenkino mit Platz für ca. 2500 Zuschauer in 14 Sälen, ein Lifestyle-Bowlingcenter mit 28 Bahnen, Cafés, Restaurants, Bars, zwei Showrooms und eine Music Box entstehen. In diesem Pendant zur Arena, welches Platz für bis zu 4.500 Zuschauer bietet (zum Vergleich: die Arena hat eine maximale Kapazität von 17.000 Besuchern), lassen sich alle Arten von Veranstaltungen realisieren, vom Galaabend über Theater, Show, Musicals bis hin zu Konzerten. Darüber hinaus werden ein Boutique Hotel mit rund 125 Zimmern und ein Hotel im Select Services Segment mit etwa 254 Zimmern sowie ein Bürogebäude errichtet. Die Fassade von Hotel und Bürogebäude bilden, zusammen mit dem Mercedes-Platz zwischen ihnen, die Front des Areals.

Die Visualisierungen lassen einen Schluss auf den Stil der mit Platanen bepflanzten Stadtkante zu. Er kann mit modernen, klaren und geraden Formen beschrieben werden. Im „Fenster“ zwischen den Wohngebäuden wird die Arena, welche mit ihrem leicht gewölbten Dach und der runden Bauweise in ihrer Form einen Kontrast zum Rest des Platzes darstellt, in den Hintergrund gerückt. An dem Platz werden sich die wichtigsten Achsen des Stadtquartiers kreuzen und somit eine durchgehende Verbindung zum gesamten Quartier schaffen.

Mit dem Konzept verfolgt AEG in Zusammenarbeit mit Berliner Politikern das Ziel ein neues urbanes Viertel zu schaffen, das sich perfekt in das moderne, grüne und zugleich lebendige Bild Berlins eingliedert. Wo früher verrottete Lagerschuppen, Büroruinen, stillgelegte Gleise, eine Betonfabrik, eine Autolackiererei und eine Tankstelle von Nachkriegszeiten zeugten, wird ein neues Geschäfts-, Tourismus-, Entertainment und zugleich Wohnviertel entstehen.

Des Weiteren zog im Sommer 2014 die Zalando GmbH mit rund 1400 Arbeitsplätzen an diesen Standort und das Holiday Inn öffnete ebenfalls bereits seine Pforten im Stadtquartier. Die Wohnkompanie baut derzeit schon an den beiden Wohntürmen Max und Moritz mit ca. 450 Wohneinheiten. Nahe der Mercedes-Benz Vertriebszentrale haben außerdem der Projektentwickler OVG ein 3.100 m² großes Grundstück erworben und einen Bauantrag eingereicht und die STRAUSS & PARTNER Development GmbH mit dem Bau eines weiteren Bürogebäudes begonnen.

Der unweigerliche Vorteil dieses Standortes sind die Lage und die idealen Verkehrsverbindungen. Der Ostbahnhof, mit Anbindung an den zukünftigen Flughafen BER und zum Hauptbahnhof entlang insbesondere von Touristen höher frequentierten Bahnhöfen, stellt einen strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar. Und wer zur Abwechslung gerne mal in den urigen Szenebars Berlins den Abend ausklingen lassen möchte, hat nach nur wenigen Schritten hin zur Warschauer Straße ein nahezu endloses Angebot an jenen Lokalitäten, die im Kontrast zum Stadtquartier stehen und Berlin zu dem machen was es ist – eine Stadt mit einem unverwechselbarem Flair, die durch die Symbiose aus bewahrter Tradition und wirtschaftlicher Innovation zu einem attraktiven Standort für Jedermann wird.

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