Halensee

Noch immer ein Stück vom alten Westberlin

Aus dem Westen kommend, beginnt hier der Kurfürstendamm. Viele der erhaltenen und liebevoll sanierten hochherrschaftlichen Altbauten wurden um 1890 errichtet und nur wenige Neubauten unterbrechen die Illusion, als sei man im Berlin der Jahrhundertwende. Stuck, umzäunte Vorgärten und prächtige Eingangsportale atmen die Zeit um 1900. Stolpersteine erinnern an die einstigen Bewohner des Viertels. In der Markgraf-Albrecht-Straße 11/12 befand sich bis 1938 die Synagoge Friedenstempel. Sie bot Platz für 1.450 Gläubige und wurde 1959 abgerissen. Ansonsten hält sich der architektonische Verlust in Grenzen.

Der Ortsteil gehört zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und 13.000 Einwohner bevölkern die Straßen. Dabei ist das Straßenbild höchst interessant. So ist die Halberstädter Straße eher eine Gasse und die Damaschkestraße so breit wie der Kurfürstendamm. Überall gibt es kleine Geschäfte und die typische Berliner Eckkneipe gehört zum festen Bestandteil des Kiezes.

Trotz der erhaltenen Bauwerke hat der Ortsteil eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Wo heute die Autobahnabfahrt Kurfürstendamm beginnt, da trafen sich 1909 die Berliner im Luna Park. Europas größter Erlebnispark war nach dem New Yorker Vorbild des Coney Island entstanden – sein Besitzer, Salomon Goldberg, ließ 1923 die Synagoge Friedenstempel errichten. Zu den spektakulärsten Attraktionen im Luna Park gehörten die größte Wasserrutsche der Welt, ein Wellenbad, eine Berg- und Talbahn sowie ein Hippodrom. Hier holte der Boxer Max Schmeling 1926 seinen ersten Titel. Heute ist nur noch die Wiese am Halensee ein beliebter Treffpunkt für sonnenhungrige Nachbarn. Die Radrennbahn am Ku´damm, der Wasserzirkus und das Kabarett der Komik boten in den 1920er Jahren Unterhaltung und bereiteten den Besuchern Vergnügen. Auch heute sorgen die Schaubühne am Lehniner Platz und die vielen Restaurants wie das Francucci, der Osteria Il Vino da Pippo und das Restaurant Tugra für Abwechslung und Unterhaltung. Wer es eher sportlich mag findet im Lokahi Loft Berlin oder Aspria Berlin ein außergewöhnliches Sport- und Freizeitangebot. Im Sommer treffen sich die jungen Familien am Hochmeisterplatz und im Restaurant Eiffel. Auf dem Wochenmarkt am Hochmeisterplatz bieten lokale Erzeuger frisches Obst, Gemüse und Fisch. Ihre Auswahl ist überschaubar und ein Kleinod des Kiezlebens. Die ausgezeichneten Einzelhändler für Genußwaren befinden sich in der Westfälischen Straße. Den besten Sonntagsbraten gibt es beim Fleischermeister Bünger, das Gemüse bei Krohns, den Wein beim Traditionshaus La Cave de Bacchus und die Tafeldekoration bei Blumen-Koch.

Wo wohnten Daniel Libeskind, Helmut Newton und viele weitere berühmte Persönlichkeiten? In Berlin-Halensee.

Zu den Besonderheiten im Kiez gehört das unscheinbare Restaurant Big Window in der Joachim-Friedrich-Straße. Die Küche ist armenischen Ursprungs und in dem knapp 60 Quadratmeter großen Restaurant rücken die Gäste gerne zusammen. Seit 1967 gibt es diesen Geheimtip und schnell fühlt man sich in einer zeitlosen Atmosphäre gefangen, ein fast intimer Ort in der Großstadt. Die Kochkunst ist traditionell und viele Gewürze verleihen bekannten Fleischarten eine neue Geschmacksnote.

Sollen es etwas mehr PS unter der Haube sein, dann besuchen Sie den Showroom von Premium-Cars Dinnebier. Jaguar, Land Rover und Co. freuen sich auf eine Probefahrt. Auch ohne Auto kommen Sie von Halensee gut durch die Stadt. Der S-Bahn-Ring führt um das Zentrum herum und vom S-Bahnhof Charlottenburg sind Sie in 10 Minuten am Hauptbahnhof und wenige Minuten später am Alexanderplatz. Mit dem Bus den Kurfürstendamm entlang nach Kreuzberg oder Berlin-Mitte fahren, mit dem Rad in den Grunewald oder ganz weit raus an den Wannsee. Halensee ist der ideale Ausgangspunkt zur Arbeit, für Geschäftstermine und die Freizeit mit Sport, der Familie oder Freunden.

Zu den architektonischen Höhepunkten mit Denkmalstatus gehören die Schaubühne am Lehniner Platz, das VW-Porsche Haus, die Hochmeisterkirche von Otto Schnick und die Albertus-Magnus-Kirche. Nur ganz wenige Baulücken lassen es zu, dass Neubauten entstehen. Charlottenburg-Wilmersdorf ist der einzige Bezirk, der auf die Erstellung einer Wohnungsbaupotenzialstudie verzichtet hat, denn es gäbe keine unbekannten Flächenpotenziale. So sind die Altbauwohnungen seit Jahrzehnten besonders begehrt. Um die Westberliner Wohnungsnot zu lindern wurden in den 1980er Jahren die Dachgeschosse zu großen Penthousewohnungen aus-und umgebaut. Seither passierte architektonisch und städtebaulich, trotz hoher Nachfrage, wenig. Jetzt wird ein außergewöhnliches Umbauprojekt gestartet. In der Heilbronner Straße soll aus einem Bürohochhaus aus der 1970er Jahren ein Wohnturm mit Eigentumswohnungen werden. Auf 17 Stockwerken entstehen individuell geplante Wohnungen im „High West“ zwischen 47 und 322 Quadratmetern Wohnfläche. Die Bewohner können einen herrlichen Blick über die Stadt und hinaus ins Umland genießen. Vier flachere Neubauten flankieren das Wohnhochhaus und so werden insgesamt 15.500 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. Kaum eine Handvoll Bauprojekte werden in Halensee in den kommenden Jahren realisiert werden. Der Kiez bleibt erhalten – ein Stück altes Westberlin, was so kaum noch zu finden ist. Luxus, Genuss und Wellness gehen hier Hand-in-Hand und schaffen höchste Wohnfreude.

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