Küchenkultur der Extraklasse

Früher war das Auto das Statussymbol des Deutschen. Das hat sich nun geändert. Zwar wird der eigene Pkw immer noch hoch geschätzt – aber inzwischen gibt doch über die Hälfte der Bundesbürger lieber ihr Geld für eine tolle Küche aus statt für ein tolles Auto. Und das gilt nicht nur für Frauen – auch Männer legen schon lange Wert auf einen Hochleistungs-Herd, auf eine Dunstabzugshaube, die auch funktioniert und die man am besten gar nicht wahrnimmt – und auf ein entsprechendes Design. Im Durchschnitt nehmen die Deutschen 6.281 Euro in die Hand, wenn sie sich zu einer neuen Kücheneinrichtung durchringen. Das sind 800 Euro mehr als noch vor vier Jahren. Der Trend, so sieht es aus, zieht weiter an.

Die Küche als Zentrum des Hauses

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Serie ARTESIO von Poggenpohl © Poggenpohl

Die Zeiten, als Mutti in der Apartment-Küche der 70er Jahre-Wohnung Toast Hawaii zubereitete, während der Vater in Hausschlappen im Esszimmer darauf wartete, dass er bedient wird – sie sind endgültig vorbei. Küchenzeile und Kochinsel sind längst in die Wohnzimmer der Deutschen eingezogen, haben dort den Wandschrank mit Vitrine verdrängt. Mehr denn je rückt damit die Küche ins Zentrum des Zusammenwohnens, des Miteinanders. Denn in ihr wird ja nicht nur gekocht. In ihr wurde, weil es dort gemütlich ist und warm, weil es dort gut und verheißungsvoll riecht und weil man überhaupt sich lässigunterhalten kann, wenn man nebenher die Suppe umrührt, schon immer viel gesprochen. Wurde geweint, gelacht, getröstet. Und das trifft heute, in den Küchen, die auch Wohnzimmer sind, mehr denn je zu. Jede Party endet – genau: zwischen Kochfeld und Kühlschrank.

Einrichtungs-Vielfalt

Derweil ist freilich die Palette dessen, was möglich ist, um das Kochen zum Erlebnis werden zu lassen, unendlich bunter geworden als sie früher war. Will man Hochschränke oder lieber offene Regale? Die Arbeitsplatte: aus Holz oder doch eher Granit? Die Kochinsel im Zimmer-Zentrum – oder doch eher der Arbeitsbereich am Fenster, damit man beim Gemüse-Schnippeln in den Himmel gucken kann?  Inzwischen haben gut 20 Prozent der Deutschen die Wände zwischen Küche und Ess- oder Wohnzimmer eingerissen.

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Entsprechend wird sich, wer Wert legt auf die Küche jedenfalls fürs halbe Leben, diese Küche am besten Maß anfertigen lassen. Bei Poggenpohl, gegründet 1892 vom Tischlermeister Friedemir Poggenpohl, machen sie das seit gut 100 Jahren. Das Unternehmen agiert längst weltweit, stattet mit innovativem Design und perfektionistischer Sorgfalt russische Landhäuser eben so aus wie das Loft in London oder den ambitionierten Neubau in Südafrika. Lackflächen bekommen ihre spezielle Glanz-Tiefe, indem sie in zehn Schichten aufgetragen werden. Und immer wieder engagiert das Traditionshaus die besten Designer der Welt – um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Luigi Colani hat ebenso schon Wahnsinns-Küchen entworfen für Poppenpohl wie Jorge Pensi oder der Teheraner Architekt Hadi Teherani.

Perfekte Planung

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Poggenpohl Küche von Porsche Design © Poggenpohl

Was alles heißt: „Die Planung einer Küche ist nicht einfach. Die Anforderungen haben sich geändert, und die individuellen Ansprüche sind gestiegen“, wie es Rüdiger Brock formuliert, dessen Firma Brock & Stephan seit über 40 Jahren in Berlin Einbauküchen verkauft. Wobei am Bundesplatz die Devise gilt: „Weniger ist mehr“. Rüdiger Brock, selbst ein leidenschaftlicher Koch und Genießer, ein Küchen-Mensch also, empfiehlt seinen Kunden gern die „Reduktion aufs Wesentliche“. Im Sortiment finden sich Küchen der Premium-Marke Poggenpohl, Warendorf (vormals Miele-Küchen) sowie Küchen für das schmale Budget und Geräte von Miele.

Jeder Deutsche kauft drei Küchen im Leben

Die Statistik besagt, dass jeder Deutsche drei Küchen in seinem Leben kauft. Von denen jede im Schnitt 17 Jahre in Betrieb ist – wobei es im Moment den Anschein hat, dass bei besonders vielen Deutschen diese 17 Jahre ihrer Erst- oder Zweitküche ausgerechnet jetzt abgelaufen sind. Sie alle pilgern dieser Tage zuhauf in die Ausstellungsräume der Küchenhändler, lassen sich, wie bei Brock &Stephan, ausgiebig beraten. Dort schwelgen sie in Küchen mit Amberbaum-Furnier oder mit raffiniert changierend Bronzeglas-Ausstattung, vergleichen sie mit Modellen, die klassisch weiß gehalten sind. Besehen sich Insel-Säulen mit integrierter Geräte-Nische, Ziegelstein-Tresen und Küchen, die zwei Küchenzeilen besitzen, einen Anrichte-Tresen und eine Vorbereitungsfläche. Bestaunen Arbeitsplatten aus Komposit. Und seufzen. Weil diese Küchen Kunst sind. Weil man weiß, dass in ihnen alles funktioniert. Weil man in ihnen leben kann.

Das Auto mag jahrzehntelang das Lieblings-Luxus-Ding der Deutschen gewesen sein. Inzwischen gehen sie lieber ins Küchenstudio statt zum Pkw-Händler.

Der Trend geht zur Nobel-Küche

Der Trend, soviel dürfte jetzt klar sein, geht eindeutig zur Nobel-Küche. Entsprechend lagen laut der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg letzten Herbst die Verkaufszahlen in Deutschland um fast zwei Prozent über denen von 2014. Weshalb die Arbeitsgemeinschaft ,Die Moderne Küche‘ nun mit Einnahmen von rund 6,5 Milliarden Euro allein im Inland rechnet. Inzwischen sind Küchenmöbel die meist verkauften Möbel bei uns.

Die neue Geräte-Generation

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Induktionsfeld von Miele © Miele

Dabei geht es ja, was die Beratung nicht eben leichter macht, nicht nur um das Design einer neuen Küche. Sondern auch um deren Ausstattung. Nicht einmal mehr die Hälfte der Küchen in Deutschland verfügt noch über ein Standard-Kochfeld. Zunehmend gern entscheidet sich heute der Kunde für einen Induktions-Herd, am liebsten mit freier Kochflächen-Nutzung – bei der auf der gesamten Fläche gekocht werden kann. Unabhängig, wo Töpfe und Pfanne genau abgestellt werden. Längst ist auch eine neue Generation von Backöfen eingezogen in die hiesigen Wohlfühl- und Hightech-Küchen, die etwa, wie wunderbar, die schöne Zusatzfunktion „Selbstreinigung“ anbieten. Überdies sind heute Dampfgarer, wie die der Firma Miele, als Einbau- wie als Standgerät zu haben, die alle Formen des so schonenden gesunden und deshalb so beliebten Dämpfens, Backens und Schmorens ermöglichen. Ob mit oder ohne Heißluft – und in dem natürlich auch der Schweinsbraten über Nacht bei Niedertemperatur gegart werden kann. Der Grill ist integriert, und das Bedien-Konzept ist über ein LCD-Funktionsdisplay möglich, ohne aufwendige Programmierungen. Der Star unter den Dampfgarern ist der beliebte Druckdampfgarer von Miele – der schnellste und stärkste Dampfgarer der Welt. Ebenso sind Teppanyakis keine Extravaganzen irgendwelcher Japan-Freaks mehr. Auf in die Esstischplatte eingelassenen Stahlplatten werden Spezialitäten wie Okonomiyaki, Monjayaki und Yakisoba zubereitet, während man schon gemütlich beieinander sitzt und sich unterhält. Teppanyaki also: ermöglicht die asiatische Variante des gemeinen Fondues.

Dunstabzug ohne Kopf-Anstoßen

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Hochdruck Dampfgarer von Miele © Miele

Entsprechend ist auch die Dunstabzughaube von heute nicht gleich die Dunstabzugshaube von einst. Heute wählt der Kunde sogenannte „Kopffreihauben“, die es ihm erlauben, auch einen Blick in die hintere Topfreihe zu werfen – ohne sich mies den Kopf anzustoßen. Die Alternative: ein Dunstabzug, der gleich integriert ist ins Kochfeld. Und damit verhindert, dass dem Koch ständig, kaum nähert er sich der Suppe ein wenig mehr, die Brille beschlägt.

Die Geräte-Batterie in der modernen Küche enthält weiterhin: Kaffee-Vollautomaten und Wärmeschubladen.

Spätestens jetzt müsste es klar sein. Die Küche ist keine Küche mehr, sie ist ein Event. Ein Küchensystem. Für das man, es wurde schon angedeutet, fachkundige Beratung unbedingt benötigt. Es geht ja auch darum, das Ganze intelligent anzupassen an die Räume, vorhandenen Platz möglichst gut auszunutzen, am liebsten keinen Millimeter zu verschenken. „Wir gehen in besonderen Maße“, sagt Rüdiger Brock, „auf die ganz persönlichen Vorstellungen unserer Kunden ein – nur das garantiert deren nachhaltige Zufriedenheit“.

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Kaffeevollautomat von Miele © Miele

Noch ein paar Zahlen gefällig? Während der Absatz an 08/15-Küchen in den ersten drei Quartalen des Vorjahres um mehr als fünf Prozent gesunken ist, gab es bei Kücheneinrichtungen im mittleren Segment, für die zwischen 5.000 und 10.000 Euro ausgegeben werden, ein Verkaufsplus von 7,5 Prozent. Während die Verkaufszahlen der Premium-Küchen jenseits der 10.000 Euro-Marke zum Teil sogar zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Mittlerweile ist jede zehnte Küche, in der Mittag- und Abendessen für die Familie zubereitet, Festschmäuse für Freundesrunden gezaubert oder auch mehrgängige Menues fürs romantische tête à tête zusammengestellt werden, eine Luxus-Einrichtung. Ausgestattet mit dem Feinsten vom Feinen.

Friedemir Poggenpohl wollte „die Küche besser machen“

„Die Küche besser zu machen“ – das war das erklärte Ziel des gewitzten Tischlermeisters Friedemir Poggenpohl, dessen Reformküche als Vorläufer der Einbauküche betrachtet werden kann. Lichtbänder, grifflose Schränke, Soft-Einzug für Schubladen sind längst Standard auch in Durchschnitts-Küchen. Bei den High-Performern geht es darum, traditionelles Handwerk mit modernster Technologie zu verbinden, Küchen zu schaffen, die Erlebnisräume sind – und die, wie Poggenpohl es auf seiner Webseite formuliert, „Freude machen, wenn man sie berührt, benutzt und in ihnen arbeitet“. So ist die „Küche für den Mann“ zu verstehen, die im Traditionshaus 2007 geschaffen worden ist. In dem Sinne haben sie bei Warendorf für die Musikerin Paivi Karvela eine Küche entworfen, die mit ihrem Open-Stage-Charakter und den Tineo-Furnier bestens kontrastiert mit dem Sichtbeton drumherum. Und die über Extras verfügt wie Touch-Verschlüsse, elektrische Falt-Klapptüren und eine einfahrbare Dunstabzugshaube sowie zu beleuchtende Glas-Einlegebögen. Die Arbeitsplatte: aus Keramik.

Das Auto mag jahrzehntelang das Lieblings-Luxus-Ding der Deutschen gewesen sein. Inzwischen gehen sie lieber ins Küchenstudio statt zum Pkw-Händler. Man weiß jetzt, warum.

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