Urbane Wohnträume: Townhouses in Berlin

Viele Bauherren möchten nah am Stadtzentrum, ruhig und zugleich in einem individuell gestalteten Umfeld leben. Eine ideale Lösung, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, bieten die sogenannten „Townhouses“. In Berlin erfreuen sich diese gehobenen Wohnimmobilien, die im Gegensatz zum Mehrfamilienhaus zumeist nur vom Eigentümer bzw. dessen Familie bewohnt werden, zunehmender Beliebtheit. Denn das Townhouse, das auch Stadthaus genannt wird, stellt eine besonders exklusive Variante des klassischen Reihenhauses dar. Es bietet einen idealen Mix aus dem ländlich-idyllischen Wohnkomfort des freistehenden Einfamilienhaus und den Vorteilen einer zentral gelegenen Eigentumswohnung in urbaner und lebendiger Umgebung. Als Townhouses bezeichnet man in der Regel mehrgeschossige Einfamilienhäuser unterschiedlichen Typs, die zumeist – aufgrund der hohen Preise für Baugrundstücke in innerstädtischer Lage – auf einer vergleichsweise schmalen Grundfläche stehen und früher oft in Reihe gebaut wurden. Das Townhouse besitzt zudem eine eigene Grundstücksparzelle, wird durch Brandwände von Nachbargrundstücken abgegrenzt und verfügt über einen individuellen Eingang in Richtung Straßenseite. Die Hausbreiten betragen oft fünf bis sieben Meter, weswegen die Zahl der Geschosse höher ist als beim ländlichen Einfamilienhaus. Trotz der eng begrenzten Baufläche muss jedoch keineswegs auf Komfort verzichtet werden: Gehobene Varianten verfügen beispielsweise über einen eigenen Garten, eine Tiefgarage, großflächige Balkone oder ein Penthouse mit Dachterrasse und Pool. Diese Stadthäuser besitzen in der Regel mindestens zwei, häufig auch drei bis hin zu acht Etagen. Das Erdgeschoss wird mitunter als gewerbliche Fläche genutzt, beispielsweise als Büro oder Laden. Wohnen und Arbeiten lassen sich so ideal miteinander verbinden. Besonders junge Familien, die auf eine stadtnahe und zentrale Wohnlage angewiesen sind, jedoch nicht in grauen Wohnsilos oder engen Etagenwohnungen leben möchten, wissen die Vorteile eines individuell gestalteten Townhouses zu schätzen. Denn diese moderne Form des klassischen Stadt- bzw. Reihenhauses ermöglicht seinen Bewohnern inmitten der Stadt einen beruhigten und gehobenen Wohnkomfort bei hoher Lebensqualität – ohne, dass auf die Vorzüge des urbanen Großstadtlebens verzichtet werden muss.

Reihenhäuser waren schon in den 50er Jahren dank ihres geringen Flächenanspruchs beliebt bei Familien. Das Townhouse stellt eine exklusive Variante des klassischen Reihenhauses dar.

Die Ursprünge des Townhouses reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Die damaligen Stadthäuser, die sich zuerst besonders in England hoher Beliebtheit erfreuten, waren jedoch schmaler, mitunter höher und vor allem unscheinbarer. Im Rahmen der Deutschen Gartenstadtbewegung verbreitete sich unter anderem in Berlin und Frankfurt am Main während der 1920er und 1930er Jahre diese Bauweise. Die als Einfamilienhäuser konzipierten Immobilien besaßen oft ähnliche oder identische Fassaden und füllten aneinandergereiht und in geschlossener Bauweise ganze Straßenzüge. In den 1950er und 1960er Jahren waren diese sogenannten städtischen Reihenhäuser in Westdeutschland besonders beliebt, da sie aufgrund ihres vergleichsweise geringen Flächenanspruchs und ihrer standardisierten Bauweise deutlich preisgünstiger waren als freistehende Einfamilienhäuser. In den folgenden Jahrzehnten zog es deutsche Bauherren jedoch stärker in das Umland der Metropolen und die städtischen Peripherien. Die Nachfrage für die preisgünstigen innerstädtischen Reihenhäuser ließ nach. Im Zuge des Hauptstadt-Booms zeichnet sich nun in Berlin seit längerem eine Trendwende ab: Auf ehemaligen Industriegebieten und verwilderten 

Grundstücken werden zahlreiche Stadthaus-Siedlungen realisiert. So entstanden in den vergangenen Jahren etwa im historischen Berlin Mitte am Friedrichswerder – in der Nähe des Auswärtigen Amts und nicht weit entfernt vom Gendarmenmarkt – viele anspruchsvolle Townhouses mit gehobener Ausstattung. Für einige Immobilien wurde ein fünfstelliger Quadratmeterpreis bezahlt. Doch diese Investition hat sich für die Eigentümer als äußerst lukrativ erwiesen. Aufgrund des weiter zunehmenden Wohnungsbedarfs in der deutschen Hauptstadt und der steigenden Preise für Bauland verfügen sie nicht nur über besonders exklusives Wohneigentum im Herzen Berlins, sondern auch über eine äußerst rentable Kapitalanlage. Die Immobilien besitzen den Wohnkomfort und die Deckenhöhen der repräsentativen Bürgerhäuser des 19. Jahrhunderts, einige Dachterrassen sind sogar mit Pools ausgestattet. Sauna, Kamin und Weinkeller gehören in einigen Immobilien dieser Siedlung namens „Berlin Townhouse“ zum Standard.

Doch die Zeit der repräsentativen Stadthäuser in Berlin Mitte ist noch lange nicht vorbei. Ein besonders interessantes Neubauprojekt ist in der Waisenstraße entstanden – gegenüber der alten Stadtmauer. Der Architekt Sohrab Zafari hat hier für ein 520 Quadratmeter großes Baugrundstück ein sechsgeschosses, lichthelles Wohnhaus mit komplexem Raumgefüge entworfen. Das Vorderhaus der Immobilie beherbergt fünf Geschosswohnungen, zwei davon als Maissonette, und eine Tiefgarage. Über einen Innenhof im 1. Obergeschoss sind zwei, jeweils fünf- bzw. dreigeschossige Stadthäuser erschlossen. Im Lichthof des fünfgeschossigen Stadthauses gibt es im dritten Obergeschoss einen Pool, der durch das Badezimmer erreicht werden kann. Exklusiver und schöner lässt es sich im Herzen von Berlin wohl kaum wohnen.

Große Fenster sorgen für ausreichend natürliches Licht in den schmalen Räumen. Balkone, Terrassen, Dachgärten mit Swimmingpool – hier lassen Sie die Hektik der Großstadt hinter sich.

Wer sich als Bauherr den Traum vom urbanen und repräsentativen Wohnen in Berlin erfüllen möchte, sollte mit dem Erwerb eines Baugrundstücks nicht zu lange warten. Denn die Grundstückspreise werden auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Ist das Grundstück einmal erworben, bedarf es einer vor allem an den oft engen Raumkapazitäten orientierten Planung. Kreative Bauherren können sich mithilfe professioneller Architekten und Hausbau-Anbieter durchaus deutlich vom öden Einheitsgrau absetzen. Grenzen bei der individuellen Gestaltungsfreiheit setzen die Bauphysik, der kommunale Bebauungsplan sowie der eigene Geldbeutel. Da Stadthäuser weniger die Grundstücksfläche hin zur Straßenseite in der Breite nutzen können und stattdessen stärker in die Tiefe gehen, spielt die ausreichende Versorgung mit natürlichem Licht eine besonders wichtige Rolle. Hohe Fenster sind dabei sehr empfehlenswert, Räume mit hellen Wandfarben helfen zusätzlich, eventuellen Lichtmangel optisch auszugleichen. Prinzipiell empfiehlt sich für Stadthäuser eine moderne, schlicht-elegante Inneneinrichtung. Formschöne skandinavisch-nordische Möbel und mehrere Lichtquellen in einem Raum betonen das urbane Flair. In den für Townhouses typischen schmalen Räumen unterstreichen diese besonders die exklusive und gehobene Atmosphäre. Ein zentrales Element im typischen Stadthaus stellen die zahlreichen Treppen dar: Sie stellen einen räumlichen Abstand zwischen den Bewohnern her und verbinden zugleich die unterschiedlichen Wohnbereiche. Da die Treppen täglich mehrfach genutzt werden, sollte deren Gestaltung nicht vernachlässigt werden. Blumen, unterschiedliche Farbtöne sowie Dekorelemente können hier die richtigen Akzente setzen. Die typischen Rückzugsmöglichkeiten des Stadthauses sind der Garten und die Dachterrasse. Auch kleine Gartenflächen lassen sich oft vielfältig gestalten, beispielsweise durch kleine Rasenflächen, Hochbeete oder einen Küchengarten für die Kinder. Kombiniert mit einer gelungenen Inneneinrichtung lässt sich der Traum vom exklusiven Wohnen in Berlin durch ein Townhouse ideal verwirklichen!

Johannes Schüller

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