Pankow

Kiezvielfalt in Pankow:

Zwischen Szenevierteln, Parkanlagen und Gründerzeitvillen

Wohl kaum ein Berliner Bezirk verbindet Vergangenheit und Gegenwart der deutschen Hauptstadt so deutlich wie Pankow. Hier gibt es dicht besiedelte, junge und lebendige Kieze, viele Parkanlagen und vorstädtischen sowie dörflichen Charme.

Der im äußersten Süden des Bezirks gelegene und an Berlin Mitte angrenzende Ortsteil Prenzlauer Berg hat sich längst vom Anfang der 1990er Jahre flächendeckend sanierungsbedürftigen Altbauareal zum beliebten und exklusiven Wohnort junger Familien gewandelt. Dort werden gerade einige attraktive Neubauprojekte in Berlin Pankow realisiert. In der weiter östlich gelegenen und an das Bundesland Brandenburg angrenzenden Stadtrandsiedlung Malchow dominieren dagegen Bauernhöfe und eine Wohnsiedlung aus den 1930er Jahren. Nach dem ebenfalls in Pankow gelegenen und ländlich geprägten Blankenfelde gilt die Stadtrandsiedlung Malchow als am dünnsten besiedelster Ortsteil der Hauptstadt. Da überrascht es nicht, dass der mit rund 375.000 Einwohnern bevölkerungsreichste Bezirk Berlins architektonisch höchst unterschiedlich gestaltete Kieze aufweist.

Weißensee: Im Fokus von Immobilieninvestoren

Einen schrittweisen Wandel erlebt zur Zeit das nördlich vom Prenzlauer Berg gelegene Weißensee, denn zunehmend rückt der einst vernachlässigte Ortsteil in den Fokus von Immobilieninvestoren. Mit seiner ruhigen, familienfreundlichen und naturnahen Lage bietet Weißensee dafür gute Voraussetzungen. So entstehen in der Nähe des namensgebenden, von einem schönen Park umgebenen Weißen See viele gehobene Eigentumswohnungen und Townhäuser. Auch das nicht weit entfernte Komponistenviertel, in dem umfassend sanierte Gründerzeithäuser vorherrschen, ist zur Zeit unter Käufern von Eigentumswohnungen in Pankow besonders beliebt. Einige Fabrikhallen des einstigen Industriegebiets wurden in Wohneigentum umgewandelt, zunehmend werden hier moderne und attraktive Wohnhäuser gebaut. Wenngleich im Komponistenviertel eine ruhige, beinahe kleinstädtische Atmosphäre vorherrscht, sind es bis nach Berlin Mitte nur wenige Minuten mit der Straßenbahn oder dem Auto. Kleinere und größere Ausflugsziele gibt es zu Genüge: Direkt an das Viertel grenzt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee an, der mit seinen rund 42 Hektar Fläche als größter jüdischer Friedhof Europas bekannt ist. Sehenswert sind dort unter anderem das, im Stil der italienischen Neorenaissance errichtete Gebäudeensemble am Haupteingang sowie die architektonisch beeindruckende Trauerhalle.

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Erholung im Sommer bietet vor allem das Strandbad Weißensee: Hier lädt ein gemütliches Café zum Entspannen und Genießen ein. Zur Abendgestaltung bietet sich unter anderem das kleine „Kino Toni & Tonino” am Antonplatz an. Bereits in den 1920er Jahren liefen dort die ersten Stummfilme. Zurzeit ziehen nach und nach rund um den Antonplatz auch immer mehr kleine Geschäfte und Läden ein. Weißensee entwickelt sich damit auch infrastrukturell zu einem interessanten Ort zum Leben und Wohnen. Wer Eigentumswohnungen in Berlin Weißensee im Altbau erwerben möchte, sollte mit durchschnittlich rund 2.620 Euro je Quadratmeter rechnen. Wohneigentum im Neubau kostet dagegen im Mittel circa 3.460 Euro pro Quadratmeter.

Kultur und Großstadtleben im Prenzlauer Berg

Deutlich höhere Preise herrschen dagegen nach wie vor im benachbarten Prenzlauer Berg vor. Eine Eigentumswohnung im Altbau schlägt hier im Durchschnitt mit circa 3.440 Euro je Quadratmeter zu Buche. Im Neubau reicht die Preisspanne dagegen von etwa 3.290 bis 6.300 Euro, das sind im Durchschnitt rund 4.580 Euro pro Quadratmeter. Denn einige der unter Käufern von Wohnungen in Berlin begehrtesten Kieze befinden sich im Prenzlauer Berg. Dazu zählt unter anderem das Areal rund um den Kollwitzplatz mit seinen vielen Cafés, Restaurants und kleinen Läden. In der nicht weit entfernten Kastanienallee befindet sich der älteste Biergarten Berlins. Der auch bei Touristen beliebte Kollwitzplatz beeindruckt unter anderem auch durch die vielen prachtvollen Stuckfassaden der angrenzenden Gründerzeitbauten. Hier wohnen besonders viele junge Familien, umfangreiche Einkaufsgelegenheiten gibt es beispielsweise in den per PKW circa sechs Minuten entfernten „Schönhauser Allee Arcaden”. Modegeschäfte, Supermärkte, Friseure sowie Blumen- und Schuhläden scheinen fast jeden Wunsch zu erfüllen. Doch auch unmittelbar in Kieznähe gibt es einige größere und kleinere Läden sowie Supermärkte.

Unter Einheimischen besonders beliebt ist die „Kulturbrauerei“, die Restaurants, Clubs, Discos, Ausstellungen, Verlage und ein Kino beherbergt. Einen kleinen Ausflug lohnt auch der Wasserturm zwischen Knaackstraße und Belforter Straße, von dem aus man einen schönen Ausblick über den Prenzlauer Berg und nach Berlin Mitte genießen kann. Wenige Gehminuten entfernt liegt der Helmholtzplatz: Hier findet sich neben mehreren Kinderspielplätzen auch eine größere Parkanlage. Umfangreiche Grünanlagen bietet auch der an den Wedding angrenzende Mauerpark. Dort wird im Sommer gerne gegrillt und auf den Liegewiesen entspannt, einen Besuch lohnen der regelmäßige Wochen- sowie der Flohmarkt. Zukünftig soll der beliebte Mauerpark laut der Stadt Berlin sogar um fast das doppelte seiner jetzigen Fläche erweitert werden. Größere Grünflächen beherbergt auch der etwas weiter entfernte Ernst-Thälmann-Park. Sportbegeisterte finden dort ein Schwimmbad, wenige Fußminuten davon entfernt steht das zur Zeit in der Sanierung befindliche Zeiss-Großplanetarium. Es soll als eines der modernsten Wissenschaftstheater Europas im Sommer diesen Jahres neu eröffnet werden. In der Nähe, nördlich und nordwestlich der Grellstraße, gibt es zudem noch einige günstigere Lagen für Wohnungen im Prenzlauer Berg.

Villen und Vorstadtcharme in Pankow

Das gilt auch für den nicht weit entfernten Ortsteil Pankow. Er könnte unter Käufern von Wohneigentum fast noch als Geheimtip gelten, hier dominieren mittlere sowie gute Wohnlagen. Eigentumswohnungen im Bestand sind hier pro Quadratmeter im Mittel rund 1.000 Euro günstiger im Vergleich zum Prenzlauer Berg, der Durchschnittspreis beläuft sich in Pankow nämlich auf etwa 2.500 Euro. Im Neubau kostet Wohneigentum in Pankow im Mittel rund 3.350 Euro je Quadratmeter. Seinen Ruf als einstige Heimat betagter SED-Führungskader hat der Ortsteil längst abschütteln können. Hier wohnen inzwischen vor allem auch viele Künstler und Politiker der Gegenwart. Seinen besonderen Reiz gewinnt Pankow vor allem durch vorstädtischen Charme. Das einstige Diplomatenviertel besitzt nicht nur viele Villen, sondern auch einige mittelgroße Mehrfamilienhäuser im Altbau. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war der Ortsteil ein beliebter Sommersitz des Großbürgertums. Aus dieser Zeit stammt auch das markante Rathaus Pankow mit seiner markanten Klinkerbauweise, dessen Architektur eine Mischung aus Jugendstil, Neobarock und Neogotik ist.

Ebenfalls im Zentrum des Ortsteils befindet sich das Einkaufszentrum „Rathaus Center Pankow“, in dem viele Bekleidungs- und Lebensmittelläden, Schuhgeschäften sowie Cafés beheimatet sind. Für Familienausflüge geeignet ist vor allem der Bürgerpark Pankow mit seinen Spielplätzen, Skulpturen und Denkmälern. Er liegt an dem für den ganzen Bezirk namensgebenden Flüsschen Panke. An das dörfliche Pankow um 1900 erinnert das Gebäude der Alten Bäckerei, das als eines der wenigen Gebäude aus dieser Zeit erhalten geblieben ist. Heute befinden sich hier unter anderem eine historische Backstube, eine Lehrküche, eine kleine Bibliothek sowie das „Museum für Kindheit in Pankow”.

Niederschönhausen: Barockschloss Schönhausen und Ballsaal Pankow

Eine besondere Attraktion im Bezirk ist das Barockschloss Schönhausen, das als einer der wenigen Schlossbauten Berlins den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden hat. Es liegt im Ortsteil Niederschönhausen und beherbergt einen eindrucksvollen Festsaal im Rokokostil sowie ein Museum. Bis 1964 war das Schloss als Amtssitz des Präsidenten und späteres Staatsratsgebäude das wichtigste Regierungsgebäude der ehemaligen DDR.

Sehenswert ist ebenso das prachtvoll wirkende und historisch erhaltene Ballhaus Pankow. In den hohen, mit Stuck verzierten Ballsälen treten in unregelmäßigen Abständen prominente Musiker auf. 2015 gab beispielsweise Udo Lindenberg zum Abschluss einer Fahrt mit dem „Sonderzug nach Pankow“ im Ballhaus ein Konzert. Im Ortsteil Niederschönhausen beherrschen vor allem Mietshäuser und Villen das Straßenbild. Wer in diesem ruhigen Ortsteil eine Eigentumswohnung im Altbau kaufen will, sollte mit durchschnittlich 2.360 Euro pro Quadratmeter rechnen. Wohneigentum im Neubau kostet dagegen im Mittel circa 3.140 Euro je Quadratmeter. Noch günstiger wird es im ländlichen, an Brandenburg angrenzenden Norden des Bezirks. In den Ortsteilen Französisch-Buchholz, Blankenfelde und Karow kostet eine Eigentumswohnung im Bestand beispielsweise durchschnittlich 2.050 bis 3.050 Euro und im Neubau 3.000 bis 3.600 Euro je Quadratmeter. So oder so gilt jedoch: Berlin Pankow bietet für jeden Geschmack etwas!

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