Friedrichshain-Kreuzberg

Schön! Lebendig! Vielfältig!

Wer nach Friedrichshain-Kreuzberg zieht, entscheidet sich bewusst für ein Leben in einem der beliebtesten Szenebezirke. Junge Leute sowie Junggebliebene treffen hier auf Alt- und Neuberliner. Familien schlendern durch die Straßen und Mitarbeiter vielerlei Start-Ups hört man über das neuste Business reden. Der Kaffee und Bagel aus einem der vielen gefragten Bistros darf nicht fehlen. Straßenmusiker und Bars, ausgestattet wie ein Wohnzimmer aus den 50er Jahren, runden das Bild dieser einmaligen Wohngegend ab.  

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Simon-Dach-Straße in Berlin Friedrichshain – ein beliebter Ort zum Ausgehen © La Citta Vita / flickr.com (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de)

Der junge und vitale Bezirk ist nach wie vor zum abendlichen Ausgehen beliebt. Bei wöchentlichen Poetry-Slams treten Dichter jeder Façon gegeneinander an und buhlen um die Gunst des Publikums. In einer der vielen kultigen Lokalitäten tauschen sich Backpacker über ihre spannenden Erlebnisse in fernen Ländern aus und tauchen in die geheimnisvolle Welt anderer Kulturen ein. Mittlerweile entscheiden sich aber auch immer mehr junge Familien für eine Zukunft in diesem Teil Berlins. Denn neben all den lebhaften Kiezen finden sich auch ruhige und idyllische Straßenzüge mit wunderschön sanierten Altbauten. 

Da ist es keine große Überraschung, dass Friedrichshain-Kreuzberg momentan auf dem Eigentumswohnungsmarkt eine besonders positive Entwicklung erfährt. Laut dem „Wohnungsmarktbarometer“ der Investitionsbank Berlin (IBB) für 2015 verzeichnet dieser Bezirk, wie auch die meisten anderen Bezirke in Berlin, eine große Nachfrage nach Wohneigentum. Das Angebot wird laut des Barometers auch in den nächsten drei Jahren die Nachfrage nicht ausreichend bedienen. Gleichzeitig ist dieser Bezirk seit geraumer Zeit der mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt in der Hauptstadt. 

Investoren erkennen Potenzial in Friedrichshain-Kreuzberg

Den letzten Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge, beträgt das Durchschnittsalter der Einwohner in gesamt Berlin 42,3 Jahre. Betrachtet man die einzelnen Bezirke, leben mit einem durchschnittlichen Alter von 36,7 Jahren in Friedrichshain-Kreuzberg die jüngsten Einwohner. Das junge, aktive Leben in wenigen Gehminuten entfernt gepaart mit einer Wohnung in einem ruhigen Straßenzug abseits vom Trubel, stellt für viele eine attraktive Option dar. Und das haben auch die Investoren nicht übersehen. So entstehen beispielsweise am Strausberger Platz, in der Frankfurter Allee, in der Nähe des angesagten Samariterplatzes sowie auf der Stralauer Halbinsel zwischen der Spree und der Rummelsburger Bucht gehobene Neubauprojekte in Friedrichshain-Kreuzberg.

Dass der Nachfrageboom an Eigentumswohnungen in diesem populären Bezirk abreißen wird, ist nicht absehbar, so schätzen es zumindest die Experten ein. Dies untermauert auch der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen in Friedrichshain Kreuzberg von 4205 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Berliner Durchschnitt liegt bei 3760 Euro pro Quadratmeter. (Quelle: immowelt.de am 9.8.2016). Setzt man diese Kaufpreise aber in Relation zu anderen Metropolen Deutschlands oder gar weltweit, so befinden sie sich immer noch auf äußerst moderatem Niveau.

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Blick über die Rummelsburger Bucht auf die Stralauer Halbinsel © Marcus Bleil / flickr.com (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de)

Im Wandel der Zeit: Spreeufer und die Stralauer Halbinsel

An kaum einem anderen Ort ist die Entwicklung Friedrichshain-Kreuzbergs so spürbar wie entlang des Spreeufers, vielen auch bekannt als Mediaspree. In den letzten zwanzig Jahren wurden hier zahlreiche Neubauprojekte realisiert. Darunter das Gewerbezentrum „Oberbaum City“ und die Veranstaltungsstätte „Mercedes Benz Arena“ (damals „O2 World“ – lesen Sie hierzu den Artikel „Mercedes-Platz“). Dort kann man unter anderem den Berliner Eishockeyclub „Die Eisbären“ bei ihren Spielen anfeuern oder Konzerte mit bis zu 17.000 Zuschauern besuchen. 

Eine ganz besondere Wohnqualität bietet die Stralauer Halbinsel. In dem ursprünglichen Fischerdorf, welches gleichzeitig auch Geburtsstätte vieler Segelvereine in Deutschland war, kann man in herrlicher Natur eine Auszeit vom Alltag nehmen. Direkt vor der Haustür die Spree und doch nicht weit entfernt von der Innenstadt, werden auch hier einige Neubauprojekte realisiert (Kaufpreise rund 4000 bis 7000 Euro pro Quadratmeter). Das ist eine sehr positive Entwicklung für die Halbinsel, war sie doch bis in die 1980er Jahre noch eine verwahrloste Industriegegend. Das Straßennetz wurde saniert und ausgebaut und Eltern können ihre Lieblinge in neuen Kindertagesstätten unterbringen. Die Dorfkirche gilt als das älteste Kulturdenkmal in Friedrichshain-Kreuzberg. 1945 von einer Fliegerbombe getroffen, erstrahlt sie heute wieder in ihrem alten Glanz.

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Rund um den Boxhagener Platz laden Restaurants und Bars zum Verweilen ein © La Citta Vita / flickr.com (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de)

Leben rund um den Boxhagener Platz

So wie vielen anderen Orten und Plätzen in Berlin, haben die Bewohner auch dem Boxhagener Platz einen Spitznamen verliehen. Am „Boxi“, der als Kinderspielplatz und Erholungswiese dient, trifft man sich gerne mit Nachbarn und Freunden. Zudem finden hier regelmäßig Trödel- und Wochenmärkte statt. Neben Hausrat, Büchern und Kunst werden auch Mode, Secondhand und Vinyl angeboten. An den Imbissständen erhält man immer eine Leckerei für den Hunger zwischendurch. Nicht umsonst zählt der Sonntagsflohmarkt zu den beliebtesten Märkten Berlins. Junge Neuberliner und Familien zieht es aufgrund der facettenreichen und grünen Umgebung schon seit längerem in diese Gegend.

Eine Straße weiter befindet sich die Simon-Dach-Straße. Während sie tagsüber zu einer der gemütlichen Straßen Berlins zählt, verwandelt sie sich des Nachts in eine Attraktion für Freunde des Barhoppings. Etwa 20 Lokalitäten mit 1.900 Freiluftsitzplätzen bieten hier für jedermann die passende Atmosphäre für einen entspannten Abend unter Leuten – mit einer mehr als ausreichenden Auswahl an Getränken und Speisen. Die exklusiven Wohnlagen im Simon-Dach-Kiez sind besonders begehrt: Käufer von Eigentumswohnungen sollten hier mit durchschnittlich circa 3.465 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Nördlich der Frankfurter Allee – Zwischen Samariterstraße und Volkspark Friedrichshain

Eine Wohnung ruhig gelegen und dazu auch preiswert findet man gut in den Kiezen nördlich der Frankfurter Allee sowie in der Nähe des Volksparks Friedrichshain. Doch schnell sein lohnt sich. Beispielsweise sind im Neubauprojekt in der Pettenkoferstraße nur noch sehr wenige freie Wohneinheiten verfügbar. Auch die zentral gelegenen Wohnlagen um den Volkspark Friedrichshain sind äußerst interessant. Den Park in kurzer Entfernung zum Laufen, Grillen, Volleyball spielen oder einfach zum Erholen und gleichzeitig in wenigen Minuten am Alex oder im Simon-Dach-Kiez zu sein – das wissen die Anwohner besonders zu schätzen. Darüber hinaus mangelt es nicht an Kindergärten, Schulen sowie einem Freiluftkino und einem Einkaufsboulevard an der nahen Frankfurter Allee. 

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Quartier Riehmer Hofgarten, Mehrimgdamm 56 © Beek100 wikimedia.org (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

Vom Chamissokiez bis nach Kreuzkölln

Die gesamte Gegend um den Chamissoplatz wurde mit den damals wie heute attraktiven Gründerzeithäusern bebaut, welche mit ihren prachtvollen Stuckfassaden viele Menschen anlocken, die in Berlin eine Wohnung suchen. Der von Kopfsteinpflasterstraßen und alten Laternen umgebene Platz befindet sich zwischen der Arndtstraße und der Willibald-Alexis-Straße und somit nicht weit entfernt von der bekannten Bergmannstraße, in der das jährliche, äußerst beliebte Bergmannstraßenfest stattfindet. Unzähligen Lokalitäten bieten eine reiche Auswahl an Speisen und Getränken aus verschiedensten Nationen. Hier findet wirklich jeder Gaumen seine Freude und das zu moderaten Preisen. Regionale Bioprodukte kann man gleich nebenan in der Marheineke Markthalle in über 50 verschiedenen Läden erwerben. Auch der Ökomarkt lädt mit seinen Angeboten von Wein, Obst, Gemüse, Käse, Brot und Fleisch bis hin zu eigener Handwerkskunst von Direktanbietern außer im Winter jeden Samstag die Berliner zum Bummeln ein.

Nicht weit davon erstreckt sich der Graefe-Kiez in Nord-Süd Richtung zwischen dem Volkspark Hasenheide, dem Landwehrkanal sowie dem Kottbusser Damm und dem Urbankrankenhaus. Der Kiez präsentiert sich lebhaft, bunt und multikulturell. Er umfasst ein großes Angebot an Cafés, Restaurants und Bars, aber auch an Gewerbe, Schulen und Kindergärten. Im Volkspark Hasenheide kann man im Sommer Filme unter freiem Himmel anschauen oder sich auf eine Runde Minigolf verabreden. 

Im gesamten Kiez finden sich noch viele Gründerzeitbauten, die zum größten Teil wunderschön saniert wurden. Viele der Eigentumswohnungen versprühen einen besonderen Charme mit ihren mindestens 3,30 Meter und manchmal bis zu 4,50 Meter hohen Decken, den schönen alten Holzdielen, majestätischen Flügeltüren und historischen Fenstern und Stuckfassaden.

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Biogemüse in der Markthalle Eisenbahnstraße © Øystein Vidnes / flickr.com (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de)

In einer überwiegend einfachen Wohnlage laut Mietspiegel 2015 befindet sich der Reuterkiez im sogenannten Kreuzkölln (die Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln). Wo 2003 noch 35 % der Läden leer standen und eine hohe Arbeitslosenquote das Kiezbild prägten, bezahlt man heute teures Geld, um an wenige der begehrten Quadratmeter zu kommen. Viele Familien und junge Leute haben den Kiez für sich entdeckt und auch von außerhalb haben die Investoren ihre Augen auf das Areal zwischen Kottbusser Damm, Landwehrkanal und Sonnenallee geworfen. Für Eigentumswohnungen in Kreuzberg im Chamisso- und Graefekiez sowie Kreuzkölln sollten Käufer durchschnittlich etwa 3.200 Euro bis 3.900 Euro pro Quadratmeter einplanen.

Nicht vergessen wollen wir die Gegend im Norden Kreuzbergs mit dem Schlesischen Tor und der Oranienstraße, die viele Touristen und Berliner anzieht. Besonders das Nachtleben mit seinen szenigen Bars und Clubs, aber auch das kulinarische Angebot lassen die Herzen höher schlagen. Mittlerweile werden auch hier verschiedene Neubauprojekte realisiert. Für eine Wohnung sollte man durchschnittlich 3.000 bis 3.500 Euro einkalkulieren. 

Christopher Barz

Friedrichshain-Kreuzberg
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