Charlottenburg-Wilmersdorf

Im Herzen von West-Berlin

Wer den Puls der Hauptstadt spüren möchte, kommt an Charlottenburg-Wilmersdorf kaum vorbei. Der Bezirk gehört seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den architektonisch vielseitigsten Aushängeschildern Berlins. 

Denn der bei der Neuordnung der Berliner Bezirke im Jahre 2001 entstandene Großbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bietet mit seinen rund 328.000 Einwohnern eine bewegte Geschichte. Als die Spreemetropole im 19. Jahrhundert über seine Grenzen hinauswuchs, rückte der Raum westlich der Stadt, der bis dahin eher dörflich geprägt war, in den Mittelpunkt städtebaulichen Interesses.

Deutlich wird das nach wie vor auch an den herrschaftlichen und eleganten Altbauten aus der Berliner Gründerzeit, die in den vergangenen Jahrzehnten oft liebevoll saniert und nicht selten auch ausgebaut wurden. Wer in Charlottenburg-Wilmersdorf eine Eigentumswohnung im Altbau kaufen möchte, sollte im Durchschnitt mit einem Preis von rund 3.850 Euro pro m² rechnen. Für eine Wohnung im Neubau dagegen muss im Schnitt mit 4.880 Euro je m² kalkuliert werden. Investoren können dafür in diesem bürgerlich-mondän geprägten Bezirk mit attraktiven Mietrenditen, die oft weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen, rechnen. Hier finden sich entlang vieler schöner, von Bäumen gesäumter Straßen attraktive Immobilien zum Mieten und Kaufen.

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Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf © Aintschie / Fotolia.de

Luxus Pur • Der Kurfürstendamm

Die bekannteste und beliebteste Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf ist zweifelsohne der  Kurfürstendamm: Die gern schlicht „Ku´damm“ genannte Flanier- und Einkaufsmeile erhielt ihr heutiges Gesicht erst ab 1882.  Zunächst war sie im 16. Jahrhundert nur der Reitweg des Kurfürsten Joachim II.. Nach Ideen von Reichskanzler Otto von Bismarck wurde der Ku´damm zu einer Prachtstraße und zum Boulevard. Schnell wandelte sich der einstige Reitweg in eine vornehme  Wohngegend mit zahlreichen Kultur- und Kaufzentren. 1913 sollen entlang des Ku´damms sogar rund 120 Millionäre gewohnt haben. Heute ist der circa 3,5 Kilometer lange Kurfürstendamm unter Berlinern wie Touristen als gehobene Einkaufsmeile bekannt und beliebt. Neben zahlreichen exklusiven Einzelhandelsgeschäften finden sich hier viele schöne Cafés und Restaurants, die zum Flanieren und Verweilen einladen.

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Theater des Westens © Sebastian Rittau, https://www.flickr.com/photos/ sebastianrittau/14454356654/

Doch der Ku´damm ist längst nicht die einzige Attraktion in Charlottenburg-Wilmersdorf: Gegenwärtig setzt sich der Bezirk aus insgesamt sieben Ortsteilen zusammen, die alle ihren ganz eigenen Charme aufweisen. Charlottenburg ist dabei der bevölkerungsreichste Ortsteil des Bezirks. Inzwischen ist nicht mehr die Gegend um das  mächtige Rathaus das Zentrum des Bezirkes, sondern eher das westlich vom Breitscheidplatz und Bahnhof Zoo gelegene Areal entlang des Kurfürstendamms. Auch qualitativ hochwertige Unterhaltung wird hier für jeden Geschmack angeboten – sei es in den vielen Kinos, beispielsweise dem in altem Glanz erstrahlenden „Kino im Zoo-Palast“, in den eher der leichten Muse verpflichteten „Theater und Komödie am Kurfürstendamm“ oder dem prachtvollen „Theater des Westens“ mit seinen bedeutenden Musicalaufführungen. In  zahlreichen weiteren Theatern wird über klassisches Schauspiel bis hin zur experimentierfreudigen „Schaubühne“ am Lehniner Platz ein breites Repertoire abgedeckt.

[su_box title=“Wissenswertes über Charlottenburg Wilmersdorf“ box_color=“#aa9177″ radius=“0″]
  • Kurz nach dem Tod Sophie Charlottes erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 von Friedrich I. den Namen Charlottenburg.
  • In Grunewald leben 3 % der Bevölkerung des Bezirks auf mehr als einem Drittel dessen Gesamtfläche.
  • Im April 2011 konnten am Ku´damm stündlich 8.145 Passanten gezählt werden. (Quelle: Jones Lang LaSalle)
  • Das „Opernviertel“ rund um die Bismarckstraße ist abends einen Besuch wert, egal ob Deutsche- oder Staatsoper.
  • Wer kennt nicht den Evergreen „Marmor, Stein und Eisen bricht“? 1965 kam das Lied von Drafi Deutscher in die Charts. Was viele nicht wissen, Drafi Deutscher wurde im Mai 1946 in Berlin Charlottenburg geboren.
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Nicht weit entfernt davon befinden sich die Technische Universität und die Universität der Künste, zwei weit über Berlin  hinaus renommierten  Hochschulen. Das  studentische Leben wird hier durch viele Cafés und Szenekneipen rund um den Savignyplatz bereichert. Charlottenburg zeigt dort sein eigenes, gutbürgerliches wie zugleich lebhaftes Flair. Da verwundert es nicht, dass Wohnungen zum Kaufen hier besonders begehrt sind: Wer eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sollte im Altbau mit einer Preisspanne von etwa 2.800 bis 10.000 Euro pro m² rechnen. Besonders begehrt sind die Lagen entlang des  Ku´damms: Zu den Top-Wohnlagen zählen hier insbesondere Areale, die sich in Nähe des Bahnhofs Zoo befinden. Aber auch rund um den Karl-August-Platz, Schloss Charlottenburg sowie den Lietzensee lassen sich in Charlottenburg sehr attraktive Wohnlagen entdecken. Eine frühzeitige Entscheidung lohnt sich: Die Preise für Eigentumswohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf sind in den letzten Jahren oft kontinuierlich gestiegen.

 

 

Bezahlbares Wohnen im Norden

Der Stadtteil Charlottenburg-Nord hat dagegen – aus architektonischer Sicht – nur recht wenig mit dem vor allem von gehobenen Gründerzeithäusern sowie Neubauten geprägten Rest des Bezirks zu schaffen. Hier finden sich vornehmlich Großraumsiedlungen, die für ihre speziellen Verwendungen funktional, aber dennoch nicht lieblos angelegt wurden. Ein Beispiel dafür sind die Wohnanlagen in der sogenannten Großsiedlung Siemensstadt. Diese entstand zwischen 1929 bis 1931 als Erweiterung der im Bezirk Spandau gelegenen Siemensstadt. Dabei handelt es sich um mehrgeschossige Wohnblocks mit großzügig verteilten Grünflächen. Gebaut wurde die Siemensstadt für die umfangreiche Belegschaft der damaligen Siemenswerke. Heute finden sich hier attraktive, zentrumsnahe Wohnlagen, die mitunter deutlich günstiger sind als gehobenere Immobilien in Charlottenburg-Wilmersdorf. In Charlottenburg-Nord dominieren so einfache und mittlere Wohnlagen. Wer eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sollte mit einem Kaufpreis von etwa 2.500 Euro pro m² im Durchschnitt rechnen. Wohnungen im Neubau kosten dagegen durchschnittlich 4.784 Euro je m².  

Mehr Steglitz, als Wilmersdorf

Die im südlichen Teil des Bezirks gelegenen  Ortsteile Wilmersdorf  und Schmargendorf zeigen dagegen eine Struktur, die weniger Charlottenburg als vielmehr dem südlich angrenzenden Steglitz ähnelt. Den Rüdesheimer Platz etwa ließ der deutsche Immobilienunternehmer Georg Haberland um 1905 im englischen Landhausstil planen und anlegen. Über den Stadtteil hinaus bekannt ist das pittoreske, im Stil der märkischen Backsteingotik errichtete Schmargendorfer Rathaus, das schon oft die Kulisse zur Eheschließung Prominenter abgab. Geheiratet haben hier unter anderem Roland Kaiser, Gunter Gabriel, Romy Schneider sowie Harald Juhnke. Wer seine eigenen vier Wände in dem fast kleinstädtisch geprägten Schmargendorf sucht, sollte im Altbau mit durchschnittlich 3.250 Euro pro  m² rechnen, im Neubau sind es im Schnitt 5.874 Euro pro m². In besonders guten Wohnlagen umfassen hier die Kaufpreise sogar bis zu rund 9.486 Euro pro m². 

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Rathaus Charlottenburg © Dirk Haun, https://www.flickr.com/ photos/dhaun/809003321/

Zunehmend in den Fokus vieler Investoren gerät aktuell jedoch vor allem der Ortsteil Wilmersdorf: Hier entstehen zurzeit einige der interessanten Neubauprojekte in Charlottenburg-Wilmersdorf. Besonders exklusive Eigentumswohnungen umfassen hier eine Wohnfläche bis hin zu 411 m² – und einiges deutet darauf hin, dass dieser Ortsteil auch in Zukunft sehr begehrt sein könnte. Zu den guten Lagen in Wilmersdorf zählen unter anderem die Areale rund um den Ludwigkirchplatz sowie den Fehrbelliner Platz. Den westlichen Abschluss von Charlottenburg-Wilmersdorf bildet der Ortsteil Westend. Er wird wesentlich durch die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegte Villenstruktur geprägt und gehört auch heute noch zu den begehrten Berliner Wohnlagen. Eigentumswohnungen bzw. Villenetagen haben hier zumeist Größen von über 150 m². Die Mietrendite für Investoren ist hier im bundesdeutschen Vergleich hoch, die eigenen vier Wände kosten hier im Schnitt rund 3.500 Euro je m². Zweitkleinster Ortsteil von ganz Berlin ist das südöstlich von Westend gelegene Halensee. Auch hier überwiegen gute bis sehr gute Wohnlagen, der durchschnittliche Preis für eine Eigentumswohnung beträgt 7.834 Euro pro m². Die sich von Halensee bis in den benachbarten Stadtteil Grunewald erstreckenden Wohngebiete sind geprägt von stattlichen Villen und Stadtvillen, für deren Erwerb leicht Beträge im Millionenbereich benötigt werden.

Auch infrastrukturell hat Charlottenburg-Wilmersdorf viel zu bieten: Alle Ortsteile sind sehr durch S-, U-Bahn sowie Busse erreichbar. Die Bahnhöfe Zoo und Charlottenburg verbinden den Stadt- mit dem Regionalverkehr, der Berliner Hauptbahnhof nicht weit entfernt. Für den Autoverkehr bieten sich nicht  nur die großen Ausfallstraßen wie die Heerstraße an, sondern auch der  Stadtring  A100 sowie die bekannte AVUS. 

Doch trotz seiner zentralen Lage bietet Charlottenburg-Wilmersdorf keineswegs nur dicht bebaute, urbane Struktur und hektisches Großstadtleben. Denn ein nicht unerheblicher Teil dieses Bezirks wird durch großzügige Grünflächen dominiert, beispielsweise den Volkspark Jungfernheide oder die Parkanlage rund um den Lietzensee in Charlottenburg. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf  bietet daher wie kaum ein anderer Ort die perfekte Synthese: Ob großstädtisches Leben, umfangreiches Kulturangebot in Laufweite oder naturnahem Wohnen – hier findet sich für jeden etwas!

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